Erst frei, dann pleite – selbstständig in die Altersarmut

Das Klischee von Freiheit hält sich hartnäckig und manch einer beneidet sie: die selbstständig Arbeitenden, die nur ihr eigener Chef sind … Und es ist ja auch was dran, an den Vorzügen einer Existenz, in der man vieles selbst bestimmen kann. Etwa 2 Millionen sogenannte „Solo-Selbstständige“ gibt es in Deutschland – „Crowdworker“, Kurierfahrer, Friseurinnen, Einzelhändler, Allround-Handwerker, selbst Bauern und Lehrer – es gibt kaum eine Branche, wo sie nicht vertreten sind. „ICH-AGs“ – eine Wortschöpfung der Agenda-2010-Politik – wurden vor 15 Jahren zum Mittel im Kampf gegen die Arbeitslosenstatistik erklärt. Dabei ist die Soloselbstständigkeit für viele damals wie heute längst eine bittere Realität, die wenig Freude auf die Zukunft macht. Vielen von ihnen droht Altersarmut. Etwa die Hälfte der Soloselbstständigen hat nicht in die Rentenkasse eingezahlt. Selbst schuld? Für die ZDF Reportage haben wir Selbständige in ganz Deutschland besucht, sie in ihrem Alltag begleitet und uns ihre Situation schildern lassen. Zu sehen gibt es den 30 minütigen Film im Herbst.