Die Königin der Kaufhallen

Wir haben gerade unsere neue Zeitreise über die Königin der Kaufhallen, mit dem schönen Namen "8.März", abgedreht. Zu sehen ist sie am 03.März um 19:30 Uhr im NDR Nordmagazin. Fast jeder Stralsunder und Einwohner von„Knieper West“ kennt die "8.März". In Stralsund vor 55 Jahren wurde hier mit dem Bau von fast 7.000 Wohneinheiten begonnen – aus dem Nichts, auf der grünen Wiese. Doch die Menschen konnten aber nirgends einkaufen gehen. So musste man sich auf den mühsamen Weg in die Innenstadt von Stralsund machen, um die nötigsten Einkäufe zu erledigen. Diesen Missstand, die fehlende Infrastruktur sollte behoben werden – und das mit einem Superlativ. Am 8. März 1969, vor einem halben Jahrhundert, wurde die Kaufhalle „8. März“ am Internationalen Frauentag eröffnet. Ein wahrer Einkaufstempel für damalige Verhältnisse. Die Kaufhalle war in ihren Ausmaßen und mit ihrem Angebot damals die Größte der drei Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Bis zu dieser Zeit war es der DDR-Bürger gewohnt, seine Einkäufe in einzelnen Läden einzuholen - Fleischer, Bäcker oder im Delikatessenladen. In der Kaufhalle gab es nun alles aus einer Hand. Getränke, Nahrungsmittel und selbst Putzmittel und andere nützliche Utensilien wurden angeboten. Aus dem ganzen Umland kamen die Menschen, um das Gefühl des neuen „Einkaufens“ selbst zu erleben. Die Kaufhalle war im Norden so bekannt, dass es selbst eigene Postkarten von dem modernen Bau gab. Heute steht sie immer noch – die Kaufhalle „8.März“, inzwischen saniert und modern