clip film im fernsehen

10.02.2019

Adalbert Kaba-Klein kaufte in den 1920er Jahren das Kurhaus Binz zusammen mit dem Hotel Kaiserhof für 165.000.000 Reichsmark. Sein Markenzeichen, er ging jeden Tag mit seinem Hausschwein spazieren. Er investierte viel und macht das Kurhaus zum ersten Haus auf der Insel. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm. Als Jude von den Nazi vertrieben und enteignet, dann nach dem Krieg zurückkehrt, sprach man ihm das Kurhaus wieder zu. Er führte es wieder zu alten Glanz. Aber die SED wollte ihn loswerden. Weil Kaba-Klein angeblich Verpflegungsrationen der Bergleute an Schweine verfütterte, wurde er dann im Rahmen der Aktion Rose 1953 enteignet und zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 10.02.2019 um 19:30 Uhr wird sein Leben und Wirken, im NDR Nordmagazin, in einer Zeitreise vorgestellt.

27.01.2019

Was kaum einer weiss, einige der größten Kaufhausdynastien Deutschlands wurden in Stralsund gegründet. Wertheim, Kaufhof, jedem Deutschen sind die Namen ein Begriff und sie alle stammen aus Stralsund. Die Brüder Wertheim eröffneten ihr erstes Kaufhaus in der Stralsunder Wasserstraße, später kam die Ossenreyerstraße 8–10 hinzu und hier ließen sie ein großes Kaufhaus errichten. 1879 eröffnete Leonhard Tietz in Stralsund ein Geschäft mit 25 m² Verkaufsfläche für Garne, Knöpfe, Stoffe und Wollwaren. Ihre Geschäftsgrundsätze – Festpreise, Barzahlung und Rückgaberecht – waren damals ein Novum und veränderten den Handel nachhaltig. Wir haben uns, für eine NDR Zeitreise, auf Spurensuche begeben, Experten befragt, Szenen nachgestellt und die ehemals erfolgreichsten Standorte der Stralsunder Kaufhausbesitzer besucht. Am Sonntag könnt ihr den ersten Teil der Serie über Stralsunds Kaufhausgeschichte sehen. Am 20.01.2019 um 19:30 Uhr kommt Teil 1 im NDR Nordmagazin, den zweiten Teil gibt es eine Woche später am 27.01.2019.

18.11.2018

Am 18.11.2018 läuft unsere neue ZDF Reportage. Um 18:00 zeigen wir Selbständige, die trotz Arbeit rund um die Uhr kaum über die Runden kommen. Ob Lottoladenbesitzerin, Kleinbauer oder Schneiderin: Viele Selbstständige machen zu wenig Gewinn, um sich etwas zurücklegen zu können. Erst frei, dann pleite – leider keine Ausnahme. Die Kleinunternehmer arbeiten oft unter Mindestlohn und müssen dennoch hohe Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge zahlen. Sie fallen durch das soziale Netz. Dass dies in äußerst prekäre Lebenslagen führt, erkennen viele Selbstständige zu spät. Laut einer DIW-Studie zahlt nur etwa die Hälfte aller Kleinunternehmer in die Rentenversicherung ein. Da die Beiträge für sie freiwillig sind, sparen sie sich diese Kosten oft und hoffen, später genug Gewinn fürs Alter zu machen. Doch das klappt nicht immer. Dabei wurde der Alleingang in die Selbstständigkeit lange Zeit von der Politik beworben und staatlich gefördert: Über 100 000 "Ich-AGs" entstanden in den Nullerjahren. Viele von ihnen wirtschaften am Existenzminimum. "Ich trinke nur Leitungswasser. Kleidung - nichts über zehn Euro. Das Auto rostet vor sich hin." Petra K. hat sich vor Jahren mit einer Nähstube selbstständig gemacht. Ihre Auftragsbücher sind voll, trotzdem reicht es am Monatsende oft nicht. So kommt es, dass manchmal mehr als Dreiviertel ihrer Einnahmen allein an die Krankenversicherung gehen. Für Rentenbeiträge - keine Chance. "Dass mir einmal so wenig bleiben würde, das habe ich nie für möglich gehalten, nein." So bilanziert Wera H. ihr Berufsleben als selbstständige Lottoladen-Inhaberin. Sie lebt mit 700 Euro Rente aktuell etwa 300 Euro unter der Armutsgrenze. Ihr Antrag auf Grundsicherung wurde abgelehnt, weil sie ein Haus bewohnt, für das die Raten noch nicht abbezahlt sind. Besonders drastisch sind die Notlagen von Selbstständigen bei denen, die ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr stemmen können. Eine halbe Million Menschen sind bei ihrer Krankenkasse verschuldet und bekommen, bis auf lebensrettende Maßnahmen, keine Leistungen mehr. "Besonders erschüttert hat mich, dass 80 Prozent dieser Fälle aus der deutschen Mittelschicht kommen", sagt Dr. Uwe Denker, ein Arzt, der als Pensionär Menschen kostenlos behandelt. Er sieht die Entwicklung erst an ihrem Beginn: "Wir werden noch eine Flutwelle an Armut erleben." Mit Blick auf die Politik sagt er: "Was wir brauchen, ist ein Rettungsschirm für in Not geratene Selbstständige."Der Film erzählt von Selbstständigen, die ihr Rentenalter schon erreicht haben und jenen, die noch auf dem Weg dahin sind. Die Realität der Älteren ist die Perspektive der Jüngeren. Sie lautet leider zu oft: "Armut".

08.11.2018

Ein Film für alle die Angst haben vor giftigen Krabbeltieren. Am Donnerstag ist es soweit um 18:15 läuft unsere neueste NDR Produktion, "Dr. Kley - Gift ist seine Leidenschaft". Gift ist das Thema seines Lebens. Schon seit zehn Jahren interessiert sich der promovierte Tierarzt Nils Kley für alles, was giftig ist, Tiere und Pflanzen. Vor zwei Jahren hat er angefangen, in Greifswald eine kleine Ausstellung aufzubauen, die nun mehr und mehr wächst. Fast jeden Tag ist er auf Tuchfühlung mit seinen Giftschlangen. Er füttert und pflegt sie, hat sogar Mitstreiter, die genauso verrückt sind wie er. Am Tag erforscht Nils Kley für das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems Tierseuchen, Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Abends ist er dann bei seinen giftigen Schlangen und Kröten. Und dann gibt es ja auch noch sein Zuhause auf der Insel Koos im Greifswalder Bodden, seine Frau und die zwei kleinen Kinder, die beiden Hunde und seinen Kaltblüterschimmel Ursus.

08.10.2018

Am Montag den 08.10 um 18:15 Uhr, läuft unsere neueste NDR Nordreportage. Petra Arnhold ist Maklerin auf Usedom. Ein Fulltimejob, denn von Jahr zu Jahr interessieren sich mehr Kunden für ein eigenes Domizil auf der Sonneninsel. Besonders in den Sommermonaten ist sie rund um die Uhr beschäftigt. Ein Urlauber sieht ein Objekt, bittet um einen sofortigen Besichtigungstermin und entscheidet sich dann manchmal gleich für den Kauf, noch bevor er die Insel wieder verlassen hat. Überall auf der Insel werden neue Ferienwohnungen gebaut, um den Bedarf zu decken. Die Insel boomt, Petra Arnhold eilt von Termin zu Termin. Die Maklerin bietet Wohnungen sowohl auf der gesamten Ostseeinsel als auch Objekte am Stettiner Haff an, am Peenestrom oder im Hinterland. Die Preise für Immobilien sind auch hier in die Höhe geschnellt.Die Maklerin verkauft nicht nur Häuser und Wohnungen auf Usedom, sie bietet auch Mietwohnungen an. Zwar gibt es die auf der Insel kaum noch günstig, sie kann diese trotzdem manchmal preiswert anbieten. Seit Wochen interessiert sich dennoch niemand für eine Zweizimmerwohnung in Usedom-Stadt, obwohl sie in gutem Zustand ist. Jetzt will der Vermieter zusätzlich einen Balkon anbauen, in der Hoffnung, dann einen Mieter zu finden.

01.10.2018

Am 01.10 um 22:45 Uhr läuft eine von uns gedrehte "Story im Ersten". Im Auftrags des MDR haben wir, für diesen Film, die Kameraarbeit übernommen. Der Titel der Doku, "Rechtrockland".  Die Thüringer Neonazis haben sich längst in der Szene einen Namen gemacht. Europaweit gelten sie als Organisationstalente für Rechtsrockkonzerte. Die geschäftstüchtigen, so genannten Bewegungsunternehmer melden unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit ihre Festivals an. So macht die Szene Geld: für Gerichtskosten, Immobilien und für den Aufbau ihrer Strukturen. in Erfolgskonzept: Die Neonazi-Szene ist im Aufwind und auch das Geschäft mit der rechtsextremen Musikkultur floriert. Seit Jahren steigt die Zahl der Neonazi-Konzerte. 259 waren es laut Bundesamt für Verfassungsschutz 2017.Wer steckt dahinter?Ein genauer Blick auf die Konzertteilnehmer lohnt sich, denn im Hintergrund ziehen alte Kader und Szenegrößen die Fäden – die "Paten des Rechtsterrorismus". Sie sind zum Teil seit Jahrzehnten in der Szene aktiv – erst unauffällig, jetzt immer offensiver. Ihre Netzwerke sind international und funktionieren erfolgreich – in Deutschland und im europäischen Ausland. Der Einfluss der deutschen Neonazi-Netzwerker ist dort groß. Auch Gruppen wie "Combat 18", verantwortlich unter anderem für Bombenanschläge in London, sind wieder aktiv. Ihre Strukturen sind untrennbar mit dem Musikgeschäft verbunden. Und die Behörden sehen hilflos zu.

04.09.2018

Am Dienstag den 04.09. ist es soweit, dann läuft im NDR Fernsehen einen Doku über den Meister der Böden. Ein Jahr lang haben wir Heinz Grotzke mit der Kamera begleitet und uns in seine Geheimnisse einweihen lassen. Ob Salbei, Lavendel, Minze, Indianernessel oder Zitronenverbene: Die Kräuter von Heinz Grotzke und Anke Braumann in Frankenthal auf Rügen stehen gut, trotz der langen Trockenheit in diesem Jahr. Er ist 89 Jahre alt und war 50 Jahre lang erfolgreicher Kräuterfarmer in den USA. Die Gesundheit des Bodens beschäftigt ihn seit Jahrzehnten. Lebendig muss der Boden sein, er muss gehegt und gepflegt werden, denn der Boden merkt sich alles, sagt Grotzke. Anke Braumann ist Zahnärztin, Anfang 50, und schon immer Verfechterin von Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft. Beide zusammen bewirtschaften nun auf Rügen eine Kräuterplantage für einen Tee, der von vielen Konsumenten für den besten überhaupt gehalten wird. Das Label heißt "Kräuter Pflanzen am Meer". Jedes einzelne Kraut für den Tee ist durch die Hände von Heinz Grotzke und Anke Braumann gegangen. Sie haben die Kräuter gepflanzt, sauber gehalten, geerntet, geschnitten und zuletzt gemischt und verpackt. Ein Jahr lang hat ein Filmteam die beiden begleitet und dabei vieles von Heinz Grotzke gelernt, wie auch schon Anke Braumann. Heinz Grotzke und Anke Braumann arbeiten nach biodynamischem Vorbild, haben einen Komposthaufen aus Dung und Pflanzenabfällen angelegt und schwören auf ihre Art, den Boden zu bearbeiten und zu unterhalten. Und wenn Heinz Grotzke von seinem spannenden Leben erzählt, in dem es immer auch um gesunde Böden und den Kampf gegen Ignoranz geht, wird klar: Er ist in all den Jahrzehnten zu einem "Meister des Bodens" geworden. Nun ist er glücklich, zumindest im Kleinen etwas für einen gesunden Boden tun zu können, auch wenn er mit den Ergebnissen der Bodenprobe seines Ackers in Frankenthal auf Rügen noch nicht zufrieden ist. Der Boden braucht noch Zeit, sagt er.

07.08.2018

Am Dienstag, den 07.08.2018 um 18:15 Uhr, schauen wir bei NDR Naturnah in einen schönen Garten. Ein Jahr lang haben wir wohl im schönsten Garten des Landes gedreht. Eine Wiese mit einem Meer aus Margeriten, mehr als 30 leuchtend blühende Pfingstrosenarten, Hunderte zarte Akeleien: Im alten Pfarrgarten in Starkow in der Nähe von Barth blüht es zu jeder Jahreszeit. Auf dem 20 Hektar großen Areal, zu dem auch eine riesige Streuobstwiese mit vielen alten Obstbaumarten gehört, sind immer auch viele Besucher unterwegs. Vor allem dann, wenn die Mitglieder des Vereins Backstein, Geist und Garten zu einer ihrer legendären Veranstaltungen einladen. Volksfeststimmung herrscht beim "Apfeltag". Besucherströme mit 1.000 neugierigen Menschen beim "Tag des offenen Gartens". Fast an jedem Wochenende finden in Starkow Führungen und Kulturveranstaltungen statt. Und immer wird man hier nicht nur gut versorgt, auch die Seele tankt auf angesichts der Blüten- und Farbenpracht und der vielen Menschen, die sich um die Gäste kümmern. Der alte Pfarrgarten in Starkow soll nämlich vor allem eines sein: ein Garten für alle, einer, in dem die Menschen Anregungen bekommen, die sie dann in ihre eigenen Gärten mitnehmen können.

27.07.2018

Am Freitag, den 27. Juli 2018 um 20:15 Uhr gibt es, in der NDR Nordstory, Geschichten von der Stralsunder Hafeninsel zu sehen. Ursprünglich mal ein wichtiger Handelsknotenpunkt am Strelasund, heute beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen, mit Kneipen, Cafés, Hotels und Backfisch vom Kutter. Und mittendrin: Hai-Alarm im Ozeaneum! Niki, die schwergewichtige Sandtigerhai-Dame im großen Schwarmfischbecken muss raus. Ihr Aquarium wird saniert und bekommt eine neue Bodendekoration, den verkleinerten Nachbau eines Schiffswracks. Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum des Meeresmuseums. Und mit Niki müssen auch die Rochen und übrigen Schwarmfische ausziehen und vorübergehend in Quarantänebecken ausharren. Vor allem das Einfangen von Niki und ihr Transport mit Kran und viel Manpower in den Keller des Ozeaneums ist eine der größten Herausforderungen für das Team. 2,6 Millionen Liter Salzwasser werden abgelassen und die 50 qm Panzerglas wieder neu verklebt. Und dann wird ein künstliches Schiffswrack eingebaut. Gefertigt in den Babelsberger Filmstudios. Wasser wird wieder ins Becken eingelassen und Niki muss zurück. Das neue Wrack soll nicht nur die Besucher des Aquariums erfreuen, sondern auch die zahlreichen Schwarmfische, die nun hoffentlich bessere Versteckmöglichkeiten vor der hungrigen Niki finden.Das Drama um Niki lässt den Segelmacher Arne Möhring vollkommen kalt. Er hat genug zu tun mit seiner neuen Werkstatt am Eingang zur Hafeninsel. Zumal er im Zimmer nebenan noch eine Bar betreibt, die schnell zum Szenetreffpunkt von Stralsund geworden ist. Dazu kommt der Beginn der Regatta-Saison. Dafür hat er sich in Schweden ein neues, gebrauchtes Boot gekauft. Jetzt gibt es nur noch ein Ziel für ihn: bei der Mittwochsregatta den ersten Platz machen!Indessen tobt der Kampf um den Hering. Seitdem das Angeln auf dem Rügendamm verboten ist, verlagert sich der alljährliche Zirkus der Petrijünger aufs Wasser. Der Hafenmeister aus Altefähr versucht den Ansturm der Jäger nach den Silberfischen zu bewältigen. Und die Herren von der Fischereiaufsicht kontrollieren was das Zeug hält. Die Stralsunder Hafeninsel: ein Hotspot für Hairetter, Heringsjäger und hemmungslose Skipper.

13.06.2018

Der Rasende Roland von Rügen.  Am Mittwoch, den 13. Juni 2018, zwischen 18:15 bis 18:45 Uhr im NDR. Seit mehr als 100 Jahren ist der "Rasende Roland", eine Schmalspureisenbahn, auf der Insel Rügen unterwegs. Damals wie heute noch immer mit Dampfbetrieb. In der Hauptsaison pendeln drei Züge auf den 24 Kilometern zwischen Putbus und Göhren. Die alten Dampfloks sind das genaue Gegenteil von dem, was man heute sonst so erlebt. Keine Elektronik, alles mechanisch, reine Physik. Feuer erzeugt Dampf, Dampf erzeugt Druck, Druck erzeugt Vortrieb. Einzig elektrisch betrieben an den kleinen Loks sind die Lampen und die dampfbetriebene Lichtmaschine. Es ist eine faszinierende Technik, wenn eine 25-Tonnen-Lok morgens in Dampf gehüllt, fast geräuschlos aus dem Lokschuppen gleitet oder kräftig schnaufend und pfeifend den Zug auf Reisegeschwindigkeit bringt. Die Männer, die sie fahren, sind gerade davon fasziniert. Im Sommer ist der Job auf der Lok schweißtreibend, dann ist es 50 Grad warm im Führerstand des "Rasenden Rolands". 50 bis 60 Personen sind rund um die Uhr im Einsatz, damit die alte Technik funktioniert und der Verkehr auf der Bahnstrecke reibungslos läuft. Schaffner, Lokführer, Heizer und ein Kollege, der die ganze Nacht dafür sorgt, dass die Feuer im Inneren der Lokomotiven nicht ausgehen. Denn ist die Lok einmal angeheizt, bleibt sie 25 Tage lang unter Dampf. Danach geht es zwei bis drei Tage in die Wartungshalle zum Kessel reinigen und zur technischen Kontrolle. Aber auch die robuste alte Technik hält nicht ewig. Alle vier bis sechs Jahre muss eine Lok dann zur Generalüberholung nach Meiningen, das einzige Dampflokwerk in Deutschland. Dort wird sie komplett zerlegt, ist nach der Inspektion aber auch fast wieder so gut wie neu.

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