clip film im fernsehen

30.07.2020

Am Donnerstag, dem 30. Juli 2020, um 18:15 Uhr ist es soweit, dann läuft unsere aktuelle Reportage. Thema diesmal, die Wohnmobilprofis aus Stralsund. "Unsere Gäste halten uns auf Trab" sagen Anne und Ulf Dahnke. Die Geschwister sind die Herren über hunderte Wohnwagen, zwei Standplätze, eine Werkstatt und einen großen Showroom mit Verkauf. Anne eilt zum Stellplatz auf die gegenüberliegende Straßenseite. Die frisch angekommenen Sachsen fragen nach den Müllcontainern, ein kurzer Blick in die Waschräume und eine schnelle Platzeinweisung für den großen "Carthago" aus dem Rheinland. Jede Minute ihres Tages ist gut ausgefüllt.Werkstattleiter Thomas Loitz gibt die letzten Anweisungen an seine Kollegen, bevor er zum Einsatz auf den Campingplatz Nonnevitz ausrückt - Stromausfall im Caravan. Kleine und große Wohnmobile gehen an diesem Tag auf Reisen. Alle wollen das nachholen, was in den Monaten zuvor nicht möglich war - und das schnell. Familie Dahnke betreibt das Unternehmen in zweiter Generation, ist immer weiter gewachsen. Der Standort unterhalb der Rügenbrücke in Stralsund ist nach 29 Jahren in der Caravanszene weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Anne Dahnke und ihr Bruder Ulf haben inzwischen die Eltern abgelöst und ihre Ehepartner Jan und Anja arbeiten ebenfalls im Unternehmen."Wir sind hier auf dem Platz aufgewachsen, haben in Papas altem Wohnwagen Hausaufgaben gemacht" erzählen die Geschwister. Der alte Wohnwagen steht immer noch da, neben all den hochmodernen Caravans, die einen reißenden Absatz finden. Die Dahnkes und ihre Mitarbeiter sind sich einig - einmal Caravan, immer Caravan.

26.07.2020

Am Sonntag ist es soweit. Endlich läuft unsere Doku im TV. Um 23:15 Uhr im MDR Fernsehen. Carmen stammt aus der Schweiz und studiert Design im exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer bei dem aufwühlenden Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten. Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst -- und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28. Carmen ist von dem Rührer aus dem Elektrogerätewerk Suhl fasziniert. Um hinter das Geheimnis seiner sagenhaften Langlebigkeit zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften. Sie fragt Konstrukteure und Technologen, Designer und Ökonomen, Historiker, Theologen und Psychologen: In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen? Und wie verändert sich diese Beziehung? Auf ihrem Trip begegnet Carmen den Menschen, die einst das RG 28 gebaut haben. Sie hört Geschichten von einer fremden, untergegangenen Wirtschaftsform, einem System, in dem die Mitarbeiter sich manchmal mit ihrem Betrieb und ihren Produkten identifizierten. Ist die innere Verbundenheit des Schöpfers mit seinem Werk die wesentliche Voraussetzung für ein gutes Produkt? Macht es einen Unterschied, ob wir Dinge herstellen, um einen Unternehmer oder einen Aktienbesitzer noch ein bisschen reicher zu machen, oder ob wir Dinge schaffen, von denen wir glauben, dass die Menschen sie brauchen? Wo und unter welchen Bedingungen wird der größte Teil unserer Gebrauchsgegenstände heute hergestellt? Warum werfen wir vieles davon schon nach wenigen Jahren wieder auf den Müll? Können wir zu einem Ding, dem nur eine geringe Lebenserwartung vergönnt ist, noch eine respektvolle Beziehung entwickeln? Schwindet mit der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen auch der Respekt gegenüber denen, die sie geschaffen haben? Ihre Begegnungen und Gespräche führen Carmen schließlich zu der Frage, ob es vertretbar ist, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: Ein langes Leben. 

11.06.2020

Schwere See für die letzten Ostseefischer: die Bestände an Hering gelten inzwischen als extrem gefährdet. Die neuen Fangquoten der EU bringen das Geschäft fast zum Erliegen und sorgen für Existenzängste, gerade in strukturschwachen Regionen. Doch viele Fischer trauen den offiziellen Zahlen nicht.Die letzten Fischer an der Ostsee kämpfen ums Überleben. Sie dürfen nur noch einen Bruchteil früherer Mengen an Hering fangen. Ihr „Brotfisch“ gilt inzwischen als so stark gefährdet, dass viele Betriebe ohne Perspektive sind. Doch viele Fischer bezweifeln die Statistiken der Biologen, sie sehen die Ostsee noch immer voller Fisch. Ganz anders die Forschungsergebnisse des Rostocker Thünen-Instituts: der Klimawandel bedrohe den Nachwuchs des Herings, nur mit drastischen Maßnahmen könne man gegensteuern. „Re:“ begleitet Fischer zwischen Rügen und Usedom durch ihre Schicksalssaison. Ausstrahlung am Donnerstag, 11. Juni um 19:40Uhr bei Arte Reportage.

26.04.2020

Der Zweite Weltkrieg war im Januar 1945 hoffnungslos verloren, dennoch wurden vor Stralsund 15 und 16 Jahre alte Kindersoldaten im Namen Hitlers in den Tod geschickt. In einer NDR Zeitreise haben wir dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtet und Zeitzeugen gefunden. NDR Nordmagazin, 26.04 um 19:30 Uhr 

26.04.2020

Wie gut können die Deutschen mit der geforderten Balance aus Freiheit und Verantwortung umgehen? Ein erstes Fazit wird über weitere Lockerungen entscheiden - denn noch bleiben große Kaufhäuser, Hotels und Restaurants zu. Das sorgt für Unmut.Martin Stolz ist Inhaber von 33 Kaufhäusern in Norddeutschland. Einen Teil seiner Läden in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kann er wieder öffnen, einige sind jedoch größer als 800 Quadratmeter und bleiben geschlossen. "Die 800-Quadratmeter-Regelung kann ich nicht nachvollziehen. Das ist willkürlich und ungerecht", sagt Stolz. Er hat das Gefühl, der Mittelstand werde in dieser Zeit vergessen. "Ich habe Angst, dass so mancher Mittelständler untergeht, weil er von der Politik nicht bedacht wird." Ähnlich empfindet Oliver Schmidt. Er ist Hoteldirektor des Fünfsternehotels "The Grand" auf dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern - mit direktem Zugang zur Ostsee. Er hatte gehofft, dass die Lockerungen auch für die Hotellerie gelten, und muss nun mit der Enttäuschung umgehen. Am 26.04.2020 um 18:00 Uhr in der ZDF.reportage 

24.03.2020

Lena Haeberlein hat dem Plastikmüll den Kampf angesagt. Mit Freiwilligen sammelt die Landschaftsökologin Müll am Strand. Zum Ende der Aktion liegt ein riesiger Berg Plastikmüll mit Unrat vor ihnen, vor allem Einwegflaschen und Plastiktüten. Lena fährt auch mit dem THW auf die Ryck - der kleine Fluss fließt durch Greifswald - und fischt dort den Plastikmüll aus dem Wasser. Häufig schwimmt der auch direkt an der Uferkante. Angler lassen dort oft achtlos ihren Müll liegen, der anschließend ins Wasser gespült wird. Als Taucher dann auch noch aus dem Hafenbecken einen Haufen Plastikmüll und Schrott vom schlammigen Boden hervorholen, ist die Landschaftsökologin entsetzt. Denn Plastik löst sich nicht vollständig im Wasser auf, sondern zerfällt über Jahrhunderte in kleine Mikroplastikteile, die von Fischen gefressen werden. Auf einer Exkursion nach Helgolandzeigt ihr der Umweltwissenschaftler Elmar Ballstaedt verschiedene Nester von Seevögeln, die allesamt aus Plastikmüll gebaut wurden. Eine Todesfalle für die Meeresvögel. Jedes Jahr findet der Wissenschaftler erdrosselte Basstölpel und Trottellummen darin. Lena hat sich zum Ziel gesetzt, die Plastikflut an der Wurzel zu bekämpfen. Nur so kann sich langfristig etwas ändern, meint sie. Deshalb besucht sie Supermärkte und versucht dort, mit Kundinnen und Kunden über die Plastikproblematik ins Gespräch zu kommen. Solange die meisten Waren aber in Plastik verpackt sind, werde die Flut an Kunststoff jedoch nicht abnehmen. Dienstag, 24. März 2020, im NDR Fernshen von 18:15 bis 18:45 Uhr.

 

24.03.2020

Noch vor wenigen Wochen war das Coronavirus hierzulande ein Exot. Das Problem war in China - weit weg von Deutschland. Die Zeiten haben sich rasant geändert. Schneller, als viele glaubten.Mittlerweile sind die Maßnahmen drastisch - ohne Beispiel in der jüngeren Vergangenheit der Republik. Schulen zu, Geschäfte geschlossen, Arztpraxen und Kliniken im Ausnahmezustand. Was macht das mit den Menschen? Die "ZDF.reportage" ist unterwegs in der Republik. Zeigt Menschen, die in der Krise weitermachen, ihren Dienst tun und so das öffentliche Leben aufrechterhalten. Da sind die Ärzte, die einen Massenansturm von Kranken bewältigen müssen. Da sind die Pflegedienste, die älteren und pflegebedürftigen Menschen helfen, für die die Situation angsteinflößend und bedrohlich ist. Da sind die Fluggesellschaften, die ihre Kunden aus dem Ausland nach Hause bringen müssen.Aber auch andere Berufsgruppen sind gefordert, und sie leisten oft viel mehr, als sie müssen. Supermarktmitarbeiter etwa, oder Reinigungskräfte, Logistiker und Lebensmittelproduzenten, aber auch private Hilfsinitiativen. Sie alle trotzen der Viruskrise.Viele Menschen machen sich Sorgen, besonders um ihre Gesundheit oder die ihrer Lieben. Dazu kommt: Die wirtschaftlichen Folgen der Krise sind noch gar nicht ganz überschaubar. Die großen Automobilhersteller stoppen die Produktion. In Handel und Gastronomie sind die Einschränkungen schon jetzt existenzbedrohend. Wie geht es weiter, das fragen sich nicht nur viele Unternehmer, sondern auch ihre Angestellten.Jetzt in der Krise zeigt sich zweierlei: einerseits die Empfindlichkeit unserer Gesellschaft, andererseits ihre Stärke. Selbstlose Nachbarschaftshilfe und endlose Einsatzbereitschaft, da wo es notwendig ist, beweisen: Deutschland kann auch Krise. Im TV: ZDF, 24.03.2020, 20:30 - 21:30 Uhr  

06.03.2020

Die Nordstory, Rüganer unter sich - in der kalten Jahreszeit können die Rüganer Dinge tun, die ihnen wichtig sind. Auf ihrer Insel zwischen Kreideküste und Strelasund brauchen sie jetzt diese Zeit. Im Südosten der Insel Rügen auf Mönchgut schweißen ein paar Unverdrossene unter freiem Himmel an den Flügeln des historischen Windschöpfrades. Ob sie es in diesem Winter wieder per Kran aufsetzen können, wird sich noch zeigen.Der legendäre Mönchguter Heimatabend ist das Kulturereignis des Winters. Es findet auf jeden Fall eine Aufführung statt, auch wenn es bei den Proben zur diesjährigen "Mönchguter Hochzeit" recht turbulent zugeht. Im Nationalpark Jasmund mit seiner unvergleichlichen Kreideküste herrscht nun eine besondere Atmosphäre. Im altehrwürdigen Buchenwald haben die Ranger vor allem die Wege entlang der Steilküste im Blick. Das Team darf, was sonst strikt verboten ist, eine Drohne zur Erfassung der Kreideküste einsetzen, um Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen. Im kleinen Städtchen Putbus verwandelt sich eine marode Villa mehr und mehr in ein Kleinod. Wichtige Außenarbeiten müssen selbst jetzt im Winter erledigt werden. Sie sind eben eigen, die Rüganer. Am Freitag, 06. März 2020, 20:15 bis 21:15 Uhr im NDR Fernsehen.

05.02.2020

Noch ist die Weichsel ein weitgehend naturbelassener Strom. Nun jedoch plant die polnische Regierung die Weichsel zu regulieren, um sie für die Containerschifffahrt befahrbar zu machen. E40 nennt sich das gigantische Wasserstraßenprojekt, das die Ostsee mit dem Schwarzen Meer verbinden soll. Auf Kosten einer der letzten urwüchsigen Flusslandschaften in Europa.  „Königin der Flüsse“, so nennen die Polen die Weichsel liebevoll. Noch ist sie ein weitgehend naturbelassener Strom. Nun jedoch plant die polnische Regierung die Weichsel zu regulieren, um sie für die Containerschifffahrt befahrbar zu machen. E40 nennt sich das gigantische Wasserstraßenprojekt, das die Ostsee mit dem Schwarzen Meer verbinden soll. Umweltschützer sehen darin eine Gefährdung einer  der letzten urwüchsigen Flusslandschaften in Europa. Binnenschiffer hingegen setzen voll auf die E40: Sie hoffen, dass dadurch ihr Beruf endlich wieder eine Perspektive bekommen könnte.   Doch was sich in den Augen von Umweltaktivisten als drohende Katastrophe für die Umwelt darstellt, erscheint für polnische Binnenschiffer – wie Czeslaw Blocki – als Chance auf das Ende eines jahrelangen Kampfes um ihre Existenz. Denn die Weichsel mit ihrem niedrigen Wasserstand ist schwer zu befahren und braucht – aus Perspektive der Schiffer – dringend Staustufen und Dämme, damit Containerschiffe zuverlässig vom Süden des Landes in den Norden fahren können. Europaweit stellt sich die Frage nach dem Umgang mit unseren Flüssen. Wie können wirtschaftliche Entwicklung, verkehrspolitische Konzepte und Umweltschutz miteinander vereinbart werden? Der Streit um die Weichsel steht zudem für ein erwachendes Umweltbewusstsein, insbesondere getragen von einer neuen Generation von Polen und Polinnen. Zu sehen auf Arte, am Mittwoch, 5. Februar um 19:40  

28.01.2020

Es ist ein riesiger Hygieneskandal: mal wieder Gammelfleisch, diesmal von der Firma Wilke in Nordhessen. Nach dem Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren der Firma Wilke werden zahlreiche Menschen krank, drei davon sterben sogar. In den Produkten werden die gefährlichen Listerienkeime nachgewiesen. Die Firma wird am 2. Oktober 2019 geschlossen. Danach kommen häppchenweise Wahrheiten ans Licht, die zeigen, dass es bei Wilke gravierende Hygienemängel gab. Es wird offenkundig, dass nicht nur innerhalb des Unternehmens große Fehler gemacht wurden, sondern der komplette Kontrollmechanismus der Lebensmittelüberwachung nicht funktionierte.Wer trägt nun die Verantwortung? Ist es der Geschäftsführer von Wilke-Wurst, sind es die Behörden? Wie konnte so etwas passieren? Was für Konsequenzen müssen aus dem Skandal gezogen werden, damit das nicht immer wieder passiert?Die beiden „hessenreporter“ Anna Schlieter und Oliver Schmid machen sich auf die Spurensuche. Dabei begegnen sie auch Menschen, die frei- und unfreiwillig in diesen Skandal verwickelt sind und die das Ausmaß immer noch nicht fassen können. Sendetermin im hr-fernsehen, bei den "hessenreporter", ist am 28.01.2020, um 21:45 Uhr.

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