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03.12.2020

Am 03.12 um 18:15 Uhr läuft eine neue Reportage im NDR, die wir produziert haben.Die Baumkuchenidee kam ihnen, als sie im benachbarten Ivenack die Eichen bewunderten-das ist nun 13 Jahre her. Seitdem backt Familie Komander in ihrer Konditorei in Grammentin sommers wie winters Baumkuchen. In der Vorweihnachtszeit ist Peter Komander mit seiner Frau und den drei Kindern unentwegt in der Backstube und in der Verpackung zugange, denn ihr Bio-Baumkuchen ist eine begehrte Delikatesse. Es ist ihr Produkt, der Ivenacker Baumkuchen nach altem Geheimrezept und ihre Art, wie sie ihn präsentieren, der die "Familienkonditorei Komander" über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Unermüdlich ist Peter Komander mit seiner Frau und den drei Kindern im Moment in der Backstube zugange. "Es ist eine schweißtreibende Angelegenheit, echtes Handwerk, das wir hier ausüben. Anstrengend, da der Baumkuchen in der Herstellung keine Zugluft verträgt, wir hier also bei um die 40 Grad und mehr schuften, aber das ist unsere Passion," erzählt Peter Komander, dessen Vater schon Konditormeister war. Schicht für Schicht trägt er den Baumkuchenteig auf die Walze der alten Spezialmaschine auf, die Gasflamme lodert. Weil in der Vorweihnachtszeit besonders viele Bestellungen eingehen, ist jetzt die ganze Familie noch länger auf den Beinen als sonst. Das Familienleben findet in der Backstube und im Cafe statt. Hier wirbelt auch die vierjährige Marianne umher und begrüßt die Gäste, von denen viele das Nesthäkchen der Komanders längst kennen. In dem alten Haus, das die Familie vor 13 Jahren gekauft hat, wird gebacken, mit Schokolade lasiert, bedient und vor allem viel gelacht und gelebt. Auch die raffinierte Fritz-Reuter-Torte ist eine Spezialität der Familie. Sie beliefern vor allem mit ihren Baumkuchen, aber auch mit Biopralinen Konditoreien in Berlin, in Wismar und Warnemünde, denn der Ivenacker Baumkuchen ist eine Delikatesse, wegen der die Kunden von überall kommen.

26.10.2020

Am 26.10 um 18:15 Uhr läuft eine neue Reportage im NDR, die wir produziert haben. In einer Spitzenzeit von gerade mal drei Wochen wurde der neue Hochgeschwindigkeits-Katamaran "Skane Jet" auf der Königslinie in Dienst gestellt. Doch bevor er in den Regelverkehr zwischen Sassnitz und Ystad starten konnte, musste eine spezielle hydraulische Laderampe montiert, die Crew geschult und der Ticketshop zum Laufen gebracht werden. Bei allen Beteiligten sind gute Nerven gefragt. "Bei der Montage der Verladerampe kommt es gleich auf den Millimeter an. Dabei bringt jedes der vier Teile 40 Tonnen auf die Waage", erklärt Ingenieur Stephan Treibmann, während die Rampe am Kranhaken langsam Richtung Boden schwebt. Im Fährhafen Sassnitz-Mukran montieren Treibmann und seine Leute die Rampe, über die nur drei  Wochen später PKW und Wohnmobile rollen. Der Hochgeschwindigkeits-Katamaran "Skane Jet" wird in einer Spitzenzeit von nur drei Wochen in Betrieb genommen. Ein spannendes Unterfangen. Die Schnellfähre füllt die Lücke, die die Einstellung der alten Königslinie „Sassnitz-Trelleborg“ hinterlassen hat. Die Traditionslinie wurde im Frühjahr völlig überraschend nach 111 Jahren eingestellt. Doch die neue Fähre braucht eine komplett neue Infrastruktur, zu der die hydraulische Verladerampe, ein Ticketshop und natürlich eine funktionierende Crew gehören. Für die Flensburger Reederei „FRS“, die weltweit Fährlinien betreibt, ist das eine Herausforderung, Doch dank der engagierten Mitarbeiter der „FRS Baltic“, so der Name der neu gegründeten Un-ternehmung  um Geschäftsführer Moritz Bruns, gelingt der Neustart. „Wir haben mit unserem verantwortlichen Ingenieur Stephan Treibmann, unserem Kapitän Dimitar Dimitrov, dem Sicherheitskoordinator Lukas Möller-Rönisch und unserer Chefin für den Ticketshop, Franziska Stephan, tolle Akteure“, lobt Bruns seine Crew.

15.10.2020

Am 15. Oktober um 18;15 Uhr läuft eine ganz besondere, von uns produzierte NDR Nordreportage. Das Thema ist Organspende. In ganz Deutschland warten pro Jahr etwa 10.000 schwerkranke Menschen auf ein neues Organ. Viele versterben, weil nicht rechtzeitig ein Organ zur Verfügung steht.  In Mecklenburg-Vorpommern ist die Bereitschaft, Organe zu spenden, nach Hamburg die höchste deutschlandweit. Doch es reicht nicht. Hatte die Uniklinik Greifswald früher bis zu 25 Entnahmen pro Jahr, waren es 2019 nur noch vier.  Wir begleiten eine Multiorganentnahme bei einem 21jährigen, der einen schweren Verkehrsunfall hatte. Die Organentnahme ist ein hochkomplexer Eingriff durch ein interdisziplinäres Ärzteteam. Wir sind von Anfang an dabei, erklären die aufwendige Hirntoddiagnostik als Grundvoraussetzung für eine Organspende, suchen Antworten nach ethischen und juristischen Fragen. Wir begleiten den strengen Ablauf der Multiorganentnahme durch Transplantationsteams aus Greifswald, Rostock, München und Köln bis zum Abtransport der Organe per Auto oder Flugzeug. Durch die Organspende des  21jährigen konnten sechs Menschenleben gerettet werden. 

07.10.2020

Unsere Wälder sind in Gefahr. Nach den beiden letzten Sommern sind die Böden immer noch viel zu trocken, vor allem Nadelbäume haben es immer schwerer an Wasser heranzukommen. Am 07. Oktober von 18:15 bis 18:45 Uhr läuft sie, unsere neue Nordreportage, über die nordeutschen Wälder, im NDR. So kann es nicht weitergehen, finden Hannes und Lisa Wagner. Das junge Paar will seinen Wald so umbauen, dass er dem Klimawandel standhalten kann. Weg von Kiefer und Fichte, hin zu einem naturnahen Mischwald. Allein in diesem Jahr pflanzen sie 2000 Buchen. Ob und wie viele der kleinen Bäumchen im sandigen, mecklenburgischen Boden anwachsen hängt davon ab, ob es ausreichend regnet. Hannes und Lisa müssen ständig Überzeugungsarbeit leisten, auch in der eigenen Familie. Unterstützung erhalten sie jedoch von Knut Sturm, dem norddeutschen Experten in Sachen naturnaher Waldbau.Auch der Greifswalder Stadtförster Bent Knoll blickt jeden Tag sorgenvoll auf seine Wälder und gen Himmel. In seinen Nadelholz-beständen sind viele Bäume bereits vertrocknet und müssen gefällt werden, andere könnten überleben - wenn der Regen doch noch kommt. Auch Bent Knoll hat im Frühjahr junge Bäume angepflanzt, unter anderem Eichen und kann nur hoffen, dass diese neue Baumgeneration den Sommer ohne Trockenschäden übersteht.  

21.09.2020

Claudio Mazzucato ist in Heringsdorf auf Usedom der Top-Italiener. Und das, obwohl sein Restaurant nur sechs Tische hat. Als Gastro-Kind aufgewachsen, galt seine große Leidenschaft jedoch dem Fußball, er blickt auf drei U-17-Länderspiele für die deutsche Jugendnationalmannschaft zurück, schloss dann erfolgreich die Ausbildung zum Hotelfachmann ab. Kumpel Alex ist auf der Insel groß geworden. Er ist Steak- und Fischexperte mit eigenem Restaurant und Sonnenterasse, seit 23 Jahren. Claudio und Alex beschreiben sich selbst als "Schnitzel und Pasta". Am Montag, den 21. September 2020, von 18:15 bis 18:45 Uhr läuft sie unsere neue Nordreportage, über die beiden Gastronomen, im NDR. Wegen der Corona-Beschränkungen hat Alex statt der 120 jetzt nur 80 Plätze. Und er besitzt im Vergleich zu Claudio eine Fritteuse. "Er hat schon eine Menge von mir gelernt, er kann Pommes, der kleine Italiener", zieht Alex Claudio in der Strandbar gern auf. An Ostern haben sich die beiden Freunde zusammengetan, um eine Aufgabe zu haben. Sie stehen immer sonntags zur Freude und Unterhaltung vieler Gäste gemeinsam in Alex' Strandbar. Eine Zeitlang die einzige Alternative, da sie die Restaurants schließen mussten. Claudio steigt seit Ausbruch Pandemie jeden Morgen aufs Fahrrad, geht anschließend ins Fitnessstudio, bereitet dann in seinem kleinen Restaurant die Bandnudeln für den Abend vor. Alex ist im Großlager seines Restaurants anzutreffen. 200 Essen gehen am Abend raus und zudem hat Alex an diesem Tag am Strand eine Hochzeit mit 30 Gästen. Vor allem aber lieben ihre Gäste ihren Witz, sie ergänzen sich, die beiden Gastronomen, die seit 18 Jahren befreundet sind.

20.09.2020

Noch nie haben sich in Deutschland so viele Bauern zu Protesten aufgemacht, wie in den vergangenen Monaten. Bis vors Kanzleramt rollen Traktoren, tausende Landwirte machen ihrem Ärger Luft. Zu sehen ist unsere neue Reportage im ZDF, am 20.09.2020, von 17:55 - 18:25 Uhr. Zur Erntezeit sind die meisten Landmaschinen wieder auf den Feldern. Doch der Frust ist geblieben. Viele beklagen eine aus ihrer Sicht falsche Agrarpolitik. Höfe schließen. Pachtpreise explodieren. Etliche können sich den Beruf Landwirt nicht mehr leisten.Einer von ihnen ist Harald H. aus Unterfranken. Mit 54 Jahren gibt er seinen Betrieb in dritter Generation auf, obwohl er noch weit von der Rente entfernt ist. Vieles hat er probiert, Tierzucht, Getreide, konventionell, Bio. Seine größtenteils gepachteten Felder sind auf stattliche 200 Hektar gewachsen. Doch es will sich einfach nicht mehr rechnen. „Meine Frau ist Erzieherin, sie arbeitet 25 Stunden in der Woche und bekommt am Ende bald mehr als ich!" Ein letztes Mal fährt H. mit dem Mähdrescher raus. Die letzte Ernte will er noch einfahren, dann ist Schluss. Und H. geht auf Jobsuche. Er ist kein Einzelfall. In den vergangenen 10 Jahren haben etwa 14 % aller landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern aufgegeben. Die Folge: bundesweit beackern immer größere Lohnunternehmen die Felder. Kritiker sehen die Existenz der Bauern in Gefahr. Die 25-jährige Agrarstudentin Johanna Mandelkow aus Brandenburg sieht aber gerade in der modernen Landwirtschaft ihre Zukunft. Sie will auch nicht hinnehmen, dass Landwirte unter den Generalverdacht gestellt werden, Umweltzerstörer Nr. 1 zu sein. Als sie im November 2019 eine Bauerndemo in Berlin angemeldet hat, wusste sie nicht, dass es die größten Traktor-Proteste in der Geschichte der Bundesrepublik werden würden. „Als ich die Bilder in der Nacht sah, war das einfach nur Gänsehaut“, sagt die bestens vernetzte Schweinezüchterin vom Verein Land schafft Verbindung. „Am meisten hat mich erstaunt, dass aus lauter Einzelkämpfern so eine Riesenbewegung wurde“. Und so hat sich auch der 26-jährige Gonne M. aus Nordfriesland mit dem Traktor auf den Weg nach Berlin gemacht. „Auch, weil da endlich mal was los war“, sagt der Milchviehzüchter, der später einmal den elterlichen Hof übernehmen möchte. Wer ihn besucht, bekommt eine Ahnung davon, wie aufwändig Landwirtschaft sein kann, um eine Familie zu ernähren. Bei Milcherträgen von 21 Cent pro Liter schaffen es seine 150 Kühe kaum, die laufenden Kosten zu erwirtschaften. „Wenn wir nicht ein ordentliches Zusatzgeschäft aus Windkraft, Solar und Biogas hätten, wären wir schon längst Pleite gegangen“. Der Film erzählt von den Schwierigkeiten dreier Bauern und deren Familien, ihre Existenz zu sichern, von Zukunftssorgen und Strategien, sich in einer sich rasant wandelnden Landwirtschaft zu behaupten.  

06.09.2020

Wildschweine - hochintelligent und schwer zu fassen. Die Tiere vermehren sich seit Jahren. Jetzt sollen Zäune verhindern, dass Schweine aus Osteuropa nach Deutschland kommen. Zu sehen ist unsere neue Reportage im ZDF, am 06.09.2020, von 17:55 - 18:25 Uhr. Ob die schlauen Wildtiere sich von solchen Grenzbefestigungen abhalten lassen? Viele glauben: Das Problem lässt sich so allein nicht lösen. Denn Ländergrenzen beeindrucken Schweine kaum.Vor allem aus Angst vor der Afrikanischen Schweinepest soll die Jägerschaft die Schwarzwildbestände dezimieren. Man befürchtet, dass die ansteckende Viruskrankheit auf Hausschweine übertragen wird. Seit die Tierseuche sich bis auf wenige Kilometer von Osteuropa aus der deutschen Grenze genähert hat, ist die Angst bei vielen Bauern groß. Sind ihre Bestände erst mal infiziert, kann Schweinefleisch kaum mehr exportiert werden. Das wäre wohl das Aus für viele landwirtschaftliche Betriebe.  Die Bundesländer Bayern, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen sich mit verschiedenen Zaunbauprojekten schützen und den Übertritt von infizierten Schweinen verhindern. Vorbild ist der Zaun, den Dänemark zu Deutschland gezogen hat. Doch das Schwarzwild sucht sich Umwege, und mancher Zaun wird schlicht umgeworfen oder untergraben. Schwarzwild-Experte Karl-Ernst Brehmer erklärt das intelligente Verhalten so: "Wildschweine sind die Art, die am stärksten von allen Wild-Arten in Mitteleuropa bejagt worden ist. Immer schon. Und das hat sie schlau gemacht." So haben sie auch gelernt, sich vortrefflich an unsere Kulturlandschaft anzupassen. Schweine nutzen die riesigen Mais-, Raps-, und Weizenfelder, um sich in bester Deckung neun Monate im Jahr satt zu fressen und sich ungestört zu vermehren. Zudem sorgen milde Winter dafür, dass die Tiere die kalte Jahreszeit besser überstehen. Es seien vor allem menschengemachte Umstände, die zum starken Anstieg der Schweinepopulation beigetragen haben, so die Deutsche Wildtierstiftung.  Die "ZDF.reportage" begibt sich auf die Spur der Schweine im Nordosten der Republik. Der Film erzählt von den dramatischen, aber bisweilen auch komischen Begegnungen mit den Wildschweinen und vom verzweifelten Versuch, die Afrikanische Schweinepest von den deutschen Tierbeständen fernzuhalten.

30.07.2020

Am Donnerstag, dem 30. Juli 2020, um 18:15 Uhr ist es soweit, dann läuft unsere aktuelle Reportage. Thema diesmal, die Wohnmobilprofis aus Stralsund. "Unsere Gäste halten uns auf Trab" sagen Anne und Ulf Dahnke. Die Geschwister sind die Herren über hunderte Wohnwagen, zwei Standplätze, eine Werkstatt und einen großen Showroom mit Verkauf. Anne eilt zum Stellplatz auf die gegenüberliegende Straßenseite. Die frisch angekommenen Sachsen fragen nach den Müllcontainern, ein kurzer Blick in die Waschräume und eine schnelle Platzeinweisung für den großen "Carthago" aus dem Rheinland. Jede Minute ihres Tages ist gut ausgefüllt.Werkstattleiter Thomas Loitz gibt die letzten Anweisungen an seine Kollegen, bevor er zum Einsatz auf den Campingplatz Nonnevitz ausrückt - Stromausfall im Caravan. Kleine und große Wohnmobile gehen an diesem Tag auf Reisen. Alle wollen das nachholen, was in den Monaten zuvor nicht möglich war - und das schnell. Familie Dahnke betreibt das Unternehmen in zweiter Generation, ist immer weiter gewachsen. Der Standort unterhalb der Rügenbrücke in Stralsund ist nach 29 Jahren in der Caravanszene weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Anne Dahnke und ihr Bruder Ulf haben inzwischen die Eltern abgelöst und ihre Ehepartner Jan und Anja arbeiten ebenfalls im Unternehmen."Wir sind hier auf dem Platz aufgewachsen, haben in Papas altem Wohnwagen Hausaufgaben gemacht" erzählen die Geschwister. Der alte Wohnwagen steht immer noch da, neben all den hochmodernen Caravans, die einen reißenden Absatz finden. Die Dahnkes und ihre Mitarbeiter sind sich einig - einmal Caravan, immer Caravan.

26.07.2020

Am Sonntag ist es soweit. Endlich läuft unsere Doku im TV. Um 23:15 Uhr im MDR Fernsehen. Carmen stammt aus der Schweiz und studiert Design im exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer bei dem aufwühlenden Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten. Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst -- und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28. Carmen ist von dem Rührer aus dem Elektrogerätewerk Suhl fasziniert. Um hinter das Geheimnis seiner sagenhaften Langlebigkeit zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften. Sie fragt Konstrukteure und Technologen, Designer und Ökonomen, Historiker, Theologen und Psychologen: In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen? Und wie verändert sich diese Beziehung? Auf ihrem Trip begegnet Carmen den Menschen, die einst das RG 28 gebaut haben. Sie hört Geschichten von einer fremden, untergegangenen Wirtschaftsform, einem System, in dem die Mitarbeiter sich manchmal mit ihrem Betrieb und ihren Produkten identifizierten. Ist die innere Verbundenheit des Schöpfers mit seinem Werk die wesentliche Voraussetzung für ein gutes Produkt? Macht es einen Unterschied, ob wir Dinge herstellen, um einen Unternehmer oder einen Aktienbesitzer noch ein bisschen reicher zu machen, oder ob wir Dinge schaffen, von denen wir glauben, dass die Menschen sie brauchen? Wo und unter welchen Bedingungen wird der größte Teil unserer Gebrauchsgegenstände heute hergestellt? Warum werfen wir vieles davon schon nach wenigen Jahren wieder auf den Müll? Können wir zu einem Ding, dem nur eine geringe Lebenserwartung vergönnt ist, noch eine respektvolle Beziehung entwickeln? Schwindet mit der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen auch der Respekt gegenüber denen, die sie geschaffen haben? Ihre Begegnungen und Gespräche führen Carmen schließlich zu der Frage, ob es vertretbar ist, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: Ein langes Leben. 

11.06.2020

Schwere See für die letzten Ostseefischer: die Bestände an Hering gelten inzwischen als extrem gefährdet. Die neuen Fangquoten der EU bringen das Geschäft fast zum Erliegen und sorgen für Existenzängste, gerade in strukturschwachen Regionen. Doch viele Fischer trauen den offiziellen Zahlen nicht.Die letzten Fischer an der Ostsee kämpfen ums Überleben. Sie dürfen nur noch einen Bruchteil früherer Mengen an Hering fangen. Ihr „Brotfisch“ gilt inzwischen als so stark gefährdet, dass viele Betriebe ohne Perspektive sind. Doch viele Fischer bezweifeln die Statistiken der Biologen, sie sehen die Ostsee noch immer voller Fisch. Ganz anders die Forschungsergebnisse des Rostocker Thünen-Instituts: der Klimawandel bedrohe den Nachwuchs des Herings, nur mit drastischen Maßnahmen könne man gegensteuern. „Re:“ begleitet Fischer zwischen Rügen und Usedom durch ihre Schicksalssaison. Ausstrahlung am Donnerstag, 11. Juni um 19:40Uhr bei Arte Reportage.

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