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08.12.2021

Der Stollenbäcker auf Rügen, die Sternebauer in Stralsund, das Neddeminer Weihnachtshaus oder das Norddeutsche Krippenmuseum in Grevesmühlen: Das Weihnachtsfest 2021 wird wieder stimmungsvoll und kulinarisch wunderbar. Zu sehen sein wird unsere neue Nordreportage am Mittwoch den 08.12.2021 um 18:15 Uhr. Der Stollen von Bäckermeister Nils Peters und seinen Mitarbeitenden auf der Insel Rügen ist der Renner, klassisch, als Mohnstollen oder mit Quarkfüllung. Demensprechend viel zu tun ist jetzt in der Bäckerei.Birger Neuendorf müsste eigentlich noch nicht in Hektik verfallen, aber es kribbelt ihm schon wieder in den Fingern: Der Elektriker pfeift auf die Stromrechnung und schmückt wie jedes Jahr Haus und Hof in Neddemin mit Tausenden Lichtern. Sein Grundstück wird so um die Weihnachtszeit zur Attraktion.Und auch in Stralsund leuchten die ersten Sterne, meterhoch sind sie und werden an ungewöhnlichen Plätzen aufgestellt. Gerade läuft für den letzen Stern bei der Wendorfer Firma Masson die Produktion. Die bunt beleuchteten Sterne bieten Lichtblicke am Kreisverkehr, in der Plattenbausiedlung oder in der Altstadt der Hansestadt Stralsund. Und wenn jetzt noch der große Weihnachtsbaum gefällt und vor dem Rathaus aufgestellt wird, fehlt nur noch etwas Lichterschmuck.Pünktlich zur Adventszeit wird auch die Ausstellung im einzigen Norddeutschen Krippenmuseum in Grevesmühlen auf Vordermann gebracht: putzen, dekorieren und schön beleuchten, heißt es hier.

30.11.2021

Er kümmert sich um ein verletztes Reh, holt eine Waschbärdame mit ihren Jungen aus der Zwischendecke eines Wohnhauses und rettet Hunde vor der Verwahrlosung. Klaus Kraft ist Tiernotfallsanitäter, hat vor drei Jahren die Tierrettung Greifswald aufgebaut und hilft mit 40 anderen Ehrenamtlichen Tieren in Not. Manchmal kann er nichts mehr tun für die Tiere - dann muss Klaus Kraft den Jäger holen, der das Tier erlöst. Aber in den meisten Fällen kann er helfen. Wildtiere bringt er in Spezialaufnahmestationen unter, bis sie wieder genesen sind und ausgewildert werden können. Haustiere vermittelt er weiter, sobald es ihnen besser geht. Sie bekommen durch die Tierrettung eine zweite Chance. Klaus Kraft hat ein großes Netzwerk von ehrenamtlichen Tierrettern aufgebaut. In einem der größten Landkreise Deutschlands fährt er hunderte Kilometer täglich im Auftrag für das Tierwohl. Fahrezuge, Ausrüstung und Equipment werden durch Spenden finanziert. Klaus Kraft ist kein fanatischer Tierschützer, sagt er, aber wenn menschliches Versagen zu Leid von Tieren führt, muss er helfen. Ob kleiner Vogel oder Pferd - rund um die Uhr ist er mit seinem Team im Einsatz in Vorpommern. Zu sehen ist die spannende Reportage am 30.11 um 18:15 Uhr im NDR Fernsehen. 

02.11.2021

Klimaschutz zum Mitmachen: Auf der Insel Rügen verbringen Freiwillige ihren Urlaub, um Moore zu renaturieren. Wie kann man die nassen Flächen auch wieder landwirtschaftlich nutzen? Eine Idee: Die Moorpflanzen zu nachhaltigen Rohstoffen für den Bau von Möbeln oder kleinen Häusern zu verarbeiten.Acht Stunden mit Spaten, Hacken und bloßen Händen mächtige Stauwerke aufbauen, gemeinsam im Freien essen, im Zelt schlafen - die freiwilligen Helfer vom Bergwaldprojekt e.V. verbringen ihren Urlaub damit, Moore wieder zu vernässen. Forscher vom Greifswalder Moor-Centrum suchen unterdessen nach Möglichkeiten, nasse Flächen rentabel zu bewirtschaften. Dabei arbeiten sie auch mit Partnern zusammen, die Pflanzen aus Mooren und auf Feuchtwiesen zu nachhaltigen Rohstoffen verarbeiten. Zum Beispiel zu Möbelplatten aus Rohrkolben oder gleich zu einem ganzen Tiny-House aus Baustoffen aus dem Moor. Ausstrahlung am Dienstag, 2. November um 19:40 Uhr bei ARTE.

05.07.2021

101 Kilometer B105, von Rostock bis nach Greifswald. Gestartet wird beim Gartenglück mit Brummisound: Die Kleingartenanlage in Schutow liegt direkt an der B105. Doch Krach und  Gestank stören nicht:  "So lange wie die Bohnen wachsen, wollen wir hier nicht weg", heißt es. Da geht es den Urlauberin anders. Bei Rövershagen quälen sich Autoschlangen über die B105. Aufgetankt wird mit einer Bocki an der Tankstelle von Ex-Sumoringer und  Europameister Alexander Czerwinski.  Wer Glück hat, bekommt ein Zimmer hinter Ribnitz-Damgarten Richtung Greifswald. Der Name der Unterkunft - vielversprechend:  "Carmina am See". Dahinter verbirgt sich eine ambitio-nierte Monteursunterkunft: selbstgemachte Marmelade und ein kleiner Badesee treffen auf verschmierten Blaumann und Urlaubsfamilien auf dem Weg zur Küste. Doch es gibt auch Industrie an der B105. Draußen 30 Grad, drinnen vier. Schocktherapie beim Schichtwechsel. Ein Eishersteller hat direkt an der Bundesstraße ein Kühlhaus für 12.000 Paletten errichtet und versorgt mit seinen Eisbbergen die ganze Küste. Und muss aufpassen. Gut versteckt hinter der Linde macht die Polizie mit der Laserpistole Jagd auf die Temposünder. Denn 70 Sachen ist Pflicht. Die B105 - zwischen Brummis, Bockwurst, Baustellen und… Blitzern am 05. Juli in der NDR Nordreportage. 

28.06.2021

Vom Hotelier, über den Gemüse-händler auf der Ostseeinsel Usedom, bis zur Wäscherei im vorpommerschen Hinterland – sind sie alle in den Startlöchern für die Urlaubssaison 2021. Die Sehnsucht nach Urlaub an der Ostsee ist riesig und gleichermaßen sehnen sich alle Akteure im Nummer-Eins-Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern nach ihren Gästen. Im „Steigenberger Hotel“ in Heringsdorf tun die Mitarbeiter gerade alles, um jederzeit startklar zu sein. Schnell Hochfahren können, ist hier die Devise - immer mit einem Ohr an den politischen Entscheidungen. Und auch die Hotelversorger könnten jederzeit wieder einhundert Prozent geben - vom Gemüsehändler bis zur großen Wäscherei. Sie alle sind vom Lockdown betroffen, machen keine oder kaum Geschäfte und fiebern dem Start entgegen. Sehnsucht nach Mee(h)r-Die Urlauber können kommen am 28.06 um 18:15 Uhr in der NDR Nordreportage.

09.05.2021

Für unsere neue ZDF.reportage waren wir an Deutschlands Ostseeküste unterwegs. Zu sehen ist sie am 09.05.2021 von 17:55 - 18:25 Uhr im ZDF. Die Ostseestrände Mecklenburg-Vorpommerns - seit Jahren das Lieblingsreiseziel der Deutschen – doch wegen Corona weitgehend geschlossen. Dabei ist die Sehnsucht nach Seeluft, Strand und Meer im entbehrungsreichen zweiten Jahr der Pandemie besonders groß. Weite Teile der Ostseeküste werden im Frühjahr 2021 zu einer riesigen Verbotszone erklärt. Verstärkte Polizeikontrollen vor der Küste: Wer sich nicht als Einheimischer ausweisen kann, wird wieder zurückgeschickt. Nur ein kleiner Kreis von Personen darf einreisen – für Besuche der Kernfamilie oder als Kurgast. Doch genau diese Bestimmungen ändern sich seit Ostern im Wochentakt, manchmal häufiger. Werden Dauercamper geduldet oder nicht? Müssen Zweitwohnungsbesitzer ausreisen, oder dürfen sie bleiben? "Mit meinem 'B' am Nummernschild werde ich überall schon schräg angeschaut", so empfindet es Thomas R., der zum Einkaufen lieber zu Fuß unterwegs ist, damit ihm keiner das Auto zerkratzt, wie er meint. "Dabei ist doch hier viel mehr Luft zum Atmen, mehr Platz, um sich aus dem Weg zu gehen, als in unserem Berliner Miethaus." Ein Nachbar auf dem Campingplatz Ückeritz findet, dass sie zu DDR-Zeiten mehr Freiheiten hatten als jetzt. "Da konnten wir wenigstens reisen, wenn auch nur in die andere Richtung!" Dieter L. und Ute N. rechnen als Zweitwohnungsbesitzer auf der Insel Usedom jederzeit damit, dass sie ausgewiesen werden. "Das ist ein ganz schreckliches Gefühl, ja. Hoffentlich kommt keine Polizei, holt uns raus, und wir hätten dann den ganzen Weg umsonst gemacht." Die Stimmung ist nicht nur bei den wenigen Reisenden im Keller. Auch bei Einheimischen liegen die Nerven blank: Etwa 80 Prozent der Wirtschaft hängen an der Küste unmittelbar vom Tourismus ab. Zwar erhalten die meisten Betriebe staatliche Unterstützungen für einige laufende Betriebskosten. Doch wer zum Beispiel von einem kleinen Hotel leben muss, für das noch Kredite laufen, kommt jetzt in große Schwierigkeiten. Sonja S. betreibt ein solches Hotel mit sieben Zimmern auf Rügen. Schon zum zweiten Mal ist ihr im April die Hauptsaison weggebrochen. "Da ist das Haus normalerweise voller Heringsangler, aber von denen durfte ja niemand kommen." 100 Prozent Stornierungen. Totalausfall. Existenzsorgen. "Wir sind nur froh, dass wir unsere Schulden nicht bei einer Bank, sondern innerhalb der Familie haben. Andere wären in dieser Situation längst pleitegegangen." Leer gefegt auch "die Meile" in Binz, wo sich Edelboutiquen und Luxushotels aneinanderreihen. Die Zeit der Schließung hat der örtliche Modezar und Multi-Geschäftsmann Ulf Dohrmann für den Umbau seiner Läden genutzt. Er ist ungewöhnlich nervös, denn für ihn steht gerade viel auf dem Spiel: "Ich gebe zurzeit jede Woche um die 100 000 Euro für bestellte Ware aus. Die muss ich abnehmen und bezahlen. Vertrag ist Vertrag. Aber wer soll die Klamotten kaufen?" Am Strand, an der Promenade – gähnende Leere, keine Touristen. Nur kurz darf er öffnen, dann kommt, nach zwei Wochen, der nächste Lockdown. Die Mitarbeiter, gerade zurück aus der heimischen Isolation, gehen zurück in die Kurzarbeit. Die Reportage begleitet Menschen durch eine Zeit völliger Ungewissheit an einem Ort großer Sehnsüchte – den breiten Sandstränden der Ostsee.

01.04.2021

Die Spitzenköchinnen Antje und Ines Büttner in Greifswald erfüllen sich ihren Lebenstraum: ein Restaurant mit großer Küche und viel Platz für ihre Ideen. Die beiden kochen Slow Food. Das heißt, sie verwenden nur frisches, saisonales Gemüse und Fleisch aus der Region. Die Kartoffeln kommen vom Bauern einige Dörfer weiter, das Gemüse aus der Stadtgärtnerei, das Fleisch vom Jäger vor Ort. Genau das ist ihr Geheimrezept. Am Donnerstag, den 01. April 2021, um 18:15 Uhr, stellen wir die beiden Frauen vor. Ausgerechnet als sie das Restaurant eröffnen wollen, kommt ihnen Corona dazwischen. Alles ist zwar fertig umgebaut, eingeräumt, eingeweckt und gekocht, doch öffnen dürfen sie jetzt nicht mehr. Kluge Ideen müssen her, um über die Runden zu kommen. In ihrer Not verkaufen die Frauen ein Mittagsmenü außer Haus. Nur der kleine Restaurantshop ist offen. Dort bieten sie Kuchen, selbst gebackenes Brot, Pralinen, Schinken und neuerdings sogar Greifswalder Camembert an, alles made by Büttners.Antje und Ines Büttner hoffen, endlich im Frühjahr 2021 starten zu können. Die Zutatenliste für das Eröffnungsmenü liegt schon bereit, alle Produkte natürlich frisch aus der Region.

25.02.2021

Schwere See für die letzten Ostseefischer: die Bestände an Hering gelten inzwischen als extrem gefährdet. Die neuen Fangquoten der EU bringen das Geschäft fast zum Erliegen und sorgen für Existenzängste, gerade in strukturschwachen Regionen. Doch viele Fischer trauen den offiziellen Zahlen nicht.Die letzten Fischer an der Ostsee kämpfen ums Überleben. Sie dürfen nur noch einen Bruchteil früherer Mengen an Hering fangen. Ihr „Brotfisch“ gilt inzwischen als so stark gefährdet, dass viele Betriebe ohne Perspektive sind. Doch viele Fischer bezweifeln die Statistiken der Biologen, sie sehen die Ostsee noch immer voller Fisch. Ganz anders die Forschungsergebnisse des Rostocker Thünen-Instituts: der Klimawandel bedrohe den Nachwuchs des Herings, nur mit drastischen Maßnahmen könne man gegensteuern. Die Nordreportage begleitet Fischer zwischen Rügen und Usedom durch ihre Schicksalssaison. Ausstrahlung am 25.02 um 18:15 Uhr in der NDR Nordreportage.

07.02.2021

So heißt die ZDF.Reportage für die wir die letzten Tage unterwegs waren. Dort haben den Entrümpler Angel Otto und seine Kollegen begleitet. Früher hatte der stämmige Mann ein Fitnessstudio, jetzt ist er Woche für Woche im Nordosten der Republik als Haushaltsauflöser unterwegs. Entrümpeln ist sein Traumjob, manchmal fühlt er sich als Schatzsucher: "Oft entdecken wir Dinge, die sind wirklich etwas wert." Zu sehen ist die Reportage am 07.02.2021 von 17:55 - 18:25 Uhr im ZDF. Ein neuer Auftrag führt ihn in eine kleine Dreizimmer-Plattenbauwohnung in Neubrandenburg. "18. Dezember 2020" steht auf dem Abreißkalender in der Küche. Das war der Tag, an dem der 91-jährige K. seine Wohnungstür für immer zugemacht hat und ins Altersheim umgesiedelt ist. Den Mietvertrag aus dem Jahr 1990 hat der Sohn beim Ausräumen gefunden. "Besenreine Übergabe" ist darin vermerkt.  Das meiste, was die Kinder interessiert hat, haben sie schon rausgeräumt, vor allem die Bücher. Der Sohn geht mit Entrümpler Angel Otto die verbliebenen Gegenstände durch. Das Bild hier mit der schönen Frau drauf? "Ja, das soll meine Mutter sein, wir mochten das aber nie, weil sie so gar nicht getroffen wurde." Er ist nicht traurig über diesen Abschied. "Was will man mehr! Es ist ein Kapitel. Und das ging nun zu Ende." Das Wohnzimmer ist nun so leer wie damals, als seine Eltern hier einzogen.  Zwei graue, vergilbte Kisten, darin ein "Apple II", Baujahr 1980, den hat sich Angel Otto gesichert. Er wird versuchen, ihn zu verkaufen. "Im Internet werden dafür noch 600 Euro verlangt." Geht der noch? Angel und "Matze", sein Mitarbeiter, prüfen die Funktion. Grüne Striche erscheinen auf dem Monitor. Mehr nicht. Kein gutes Zeichen.

03.12.2020

Am 03.12 um 18:15 Uhr läuft eine neue Reportage im NDR, die wir produziert haben.Die Baumkuchenidee kam ihnen, als sie im benachbarten Ivenack die Eichen bewunderten-das ist nun 13 Jahre her. Seitdem backt Familie Komander in ihrer Konditorei in Grammentin sommers wie winters Baumkuchen. In der Vorweihnachtszeit ist Peter Komander mit seiner Frau und den drei Kindern unentwegt in der Backstube und in der Verpackung zugange, denn ihr Bio-Baumkuchen ist eine begehrte Delikatesse. Es ist ihr Produkt, der Ivenacker Baumkuchen nach altem Geheimrezept und ihre Art, wie sie ihn präsentieren, der die "Familienkonditorei Komander" über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Unermüdlich ist Peter Komander mit seiner Frau und den drei Kindern im Moment in der Backstube zugange. "Es ist eine schweißtreibende Angelegenheit, echtes Handwerk, das wir hier ausüben. Anstrengend, da der Baumkuchen in der Herstellung keine Zugluft verträgt, wir hier also bei um die 40 Grad und mehr schuften, aber das ist unsere Passion," erzählt Peter Komander, dessen Vater schon Konditormeister war. Schicht für Schicht trägt er den Baumkuchenteig auf die Walze der alten Spezialmaschine auf, die Gasflamme lodert. Weil in der Vorweihnachtszeit besonders viele Bestellungen eingehen, ist jetzt die ganze Familie noch länger auf den Beinen als sonst. Das Familienleben findet in der Backstube und im Cafe statt. Hier wirbelt auch die vierjährige Marianne umher und begrüßt die Gäste, von denen viele das Nesthäkchen der Komanders längst kennen. In dem alten Haus, das die Familie vor 13 Jahren gekauft hat, wird gebacken, mit Schokolade lasiert, bedient und vor allem viel gelacht und gelebt. Auch die raffinierte Fritz-Reuter-Torte ist eine Spezialität der Familie. Sie beliefern vor allem mit ihren Baumkuchen, aber auch mit Biopralinen Konditoreien in Berlin, in Wismar und Warnemünde, denn der Ivenacker Baumkuchen ist eine Delikatesse, wegen der die Kunden von überall kommen.

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