clip film im fernsehen

26.04.2020

Der Zweite Weltkrieg war im Januar 1945 hoffnungslos verloren, dennoch wurden vor Stralsund 15 und 16 Jahre alte Kindersoldaten im Namen Hitlers in den Tod geschickt. In einer NDR Zeitreise haben wir dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtet und Zeitzeugen gefunden. NDR Nordmagazin, 26.04 um 19:30 Uhr 

26.04.2020

Wie gut können die Deutschen mit der geforderten Balance aus Freiheit und Verantwortung umgehen? Ein erstes Fazit wird über weitere Lockerungen entscheiden - denn noch bleiben große Kaufhäuser, Hotels und Restaurants zu. Das sorgt für Unmut.Martin Stolz ist Inhaber von 33 Kaufhäusern in Norddeutschland. Einen Teil seiner Läden in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kann er wieder öffnen, einige sind jedoch größer als 800 Quadratmeter und bleiben geschlossen. "Die 800-Quadratmeter-Regelung kann ich nicht nachvollziehen. Das ist willkürlich und ungerecht", sagt Stolz. Er hat das Gefühl, der Mittelstand werde in dieser Zeit vergessen. "Ich habe Angst, dass so mancher Mittelständler untergeht, weil er von der Politik nicht bedacht wird." Ähnlich empfindet Oliver Schmidt. Er ist Hoteldirektor des Fünfsternehotels "The Grand" auf dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern - mit direktem Zugang zur Ostsee. Er hatte gehofft, dass die Lockerungen auch für die Hotellerie gelten, und muss nun mit der Enttäuschung umgehen. Am 26.04.2020 um 18:00 Uhr in der ZDF.reportage 

24.03.2020

Lena Haeberlein hat dem Plastikmüll den Kampf angesagt. Mit Freiwilligen sammelt die Landschaftsökologin Müll am Strand. Zum Ende der Aktion liegt ein riesiger Berg Plastikmüll mit Unrat vor ihnen, vor allem Einwegflaschen und Plastiktüten. Lena fährt auch mit dem THW auf die Ryck - der kleine Fluss fließt durch Greifswald - und fischt dort den Plastikmüll aus dem Wasser. Häufig schwimmt der auch direkt an der Uferkante. Angler lassen dort oft achtlos ihren Müll liegen, der anschließend ins Wasser gespült wird. Als Taucher dann auch noch aus dem Hafenbecken einen Haufen Plastikmüll und Schrott vom schlammigen Boden hervorholen, ist die Landschaftsökologin entsetzt. Denn Plastik löst sich nicht vollständig im Wasser auf, sondern zerfällt über Jahrhunderte in kleine Mikroplastikteile, die von Fischen gefressen werden. Auf einer Exkursion nach Helgolandzeigt ihr der Umweltwissenschaftler Elmar Ballstaedt verschiedene Nester von Seevögeln, die allesamt aus Plastikmüll gebaut wurden. Eine Todesfalle für die Meeresvögel. Jedes Jahr findet der Wissenschaftler erdrosselte Basstölpel und Trottellummen darin. Lena hat sich zum Ziel gesetzt, die Plastikflut an der Wurzel zu bekämpfen. Nur so kann sich langfristig etwas ändern, meint sie. Deshalb besucht sie Supermärkte und versucht dort, mit Kundinnen und Kunden über die Plastikproblematik ins Gespräch zu kommen. Solange die meisten Waren aber in Plastik verpackt sind, werde die Flut an Kunststoff jedoch nicht abnehmen. Dienstag, 24. März 2020, im NDR Fernshen von 18:15 bis 18:45 Uhr.

 

24.03.2020

Noch vor wenigen Wochen war das Coronavirus hierzulande ein Exot. Das Problem war in China - weit weg von Deutschland. Die Zeiten haben sich rasant geändert. Schneller, als viele glaubten.Mittlerweile sind die Maßnahmen drastisch - ohne Beispiel in der jüngeren Vergangenheit der Republik. Schulen zu, Geschäfte geschlossen, Arztpraxen und Kliniken im Ausnahmezustand. Was macht das mit den Menschen? Die "ZDF.reportage" ist unterwegs in der Republik. Zeigt Menschen, die in der Krise weitermachen, ihren Dienst tun und so das öffentliche Leben aufrechterhalten. Da sind die Ärzte, die einen Massenansturm von Kranken bewältigen müssen. Da sind die Pflegedienste, die älteren und pflegebedürftigen Menschen helfen, für die die Situation angsteinflößend und bedrohlich ist. Da sind die Fluggesellschaften, die ihre Kunden aus dem Ausland nach Hause bringen müssen.Aber auch andere Berufsgruppen sind gefordert, und sie leisten oft viel mehr, als sie müssen. Supermarktmitarbeiter etwa, oder Reinigungskräfte, Logistiker und Lebensmittelproduzenten, aber auch private Hilfsinitiativen. Sie alle trotzen der Viruskrise.Viele Menschen machen sich Sorgen, besonders um ihre Gesundheit oder die ihrer Lieben. Dazu kommt: Die wirtschaftlichen Folgen der Krise sind noch gar nicht ganz überschaubar. Die großen Automobilhersteller stoppen die Produktion. In Handel und Gastronomie sind die Einschränkungen schon jetzt existenzbedrohend. Wie geht es weiter, das fragen sich nicht nur viele Unternehmer, sondern auch ihre Angestellten.Jetzt in der Krise zeigt sich zweierlei: einerseits die Empfindlichkeit unserer Gesellschaft, andererseits ihre Stärke. Selbstlose Nachbarschaftshilfe und endlose Einsatzbereitschaft, da wo es notwendig ist, beweisen: Deutschland kann auch Krise. Im TV: ZDF, 24.03.2020, 20:30 - 21:30 Uhr  

06.03.2020

Die Nordstory, Rüganer unter sich - in der kalten Jahreszeit können die Rüganer Dinge tun, die ihnen wichtig sind. Auf ihrer Insel zwischen Kreideküste und Strelasund brauchen sie jetzt diese Zeit. Im Südosten der Insel Rügen auf Mönchgut schweißen ein paar Unverdrossene unter freiem Himmel an den Flügeln des historischen Windschöpfrades. Ob sie es in diesem Winter wieder per Kran aufsetzen können, wird sich noch zeigen.Der legendäre Mönchguter Heimatabend ist das Kulturereignis des Winters. Es findet auf jeden Fall eine Aufführung statt, auch wenn es bei den Proben zur diesjährigen "Mönchguter Hochzeit" recht turbulent zugeht. Im Nationalpark Jasmund mit seiner unvergleichlichen Kreideküste herrscht nun eine besondere Atmosphäre. Im altehrwürdigen Buchenwald haben die Ranger vor allem die Wege entlang der Steilküste im Blick. Das Team darf, was sonst strikt verboten ist, eine Drohne zur Erfassung der Kreideküste einsetzen, um Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen. Im kleinen Städtchen Putbus verwandelt sich eine marode Villa mehr und mehr in ein Kleinod. Wichtige Außenarbeiten müssen selbst jetzt im Winter erledigt werden. Sie sind eben eigen, die Rüganer. Am Freitag, 06. März 2020, 20:15 bis 21:15 Uhr im NDR Fernsehen.

05.02.2020

Noch ist die Weichsel ein weitgehend naturbelassener Strom. Nun jedoch plant die polnische Regierung die Weichsel zu regulieren, um sie für die Containerschifffahrt befahrbar zu machen. E40 nennt sich das gigantische Wasserstraßenprojekt, das die Ostsee mit dem Schwarzen Meer verbinden soll. Auf Kosten einer der letzten urwüchsigen Flusslandschaften in Europa.  „Königin der Flüsse“, so nennen die Polen die Weichsel liebevoll. Noch ist sie ein weitgehend naturbelassener Strom. Nun jedoch plant die polnische Regierung die Weichsel zu regulieren, um sie für die Containerschifffahrt befahrbar zu machen. E40 nennt sich das gigantische Wasserstraßenprojekt, das die Ostsee mit dem Schwarzen Meer verbinden soll. Umweltschützer sehen darin eine Gefährdung einer  der letzten urwüchsigen Flusslandschaften in Europa. Binnenschiffer hingegen setzen voll auf die E40: Sie hoffen, dass dadurch ihr Beruf endlich wieder eine Perspektive bekommen könnte.   Doch was sich in den Augen von Umweltaktivisten als drohende Katastrophe für die Umwelt darstellt, erscheint für polnische Binnenschiffer – wie Czeslaw Blocki – als Chance auf das Ende eines jahrelangen Kampfes um ihre Existenz. Denn die Weichsel mit ihrem niedrigen Wasserstand ist schwer zu befahren und braucht – aus Perspektive der Schiffer – dringend Staustufen und Dämme, damit Containerschiffe zuverlässig vom Süden des Landes in den Norden fahren können. Europaweit stellt sich die Frage nach dem Umgang mit unseren Flüssen. Wie können wirtschaftliche Entwicklung, verkehrspolitische Konzepte und Umweltschutz miteinander vereinbart werden? Der Streit um die Weichsel steht zudem für ein erwachendes Umweltbewusstsein, insbesondere getragen von einer neuen Generation von Polen und Polinnen. Zu sehen auf Arte, am Mittwoch, 5. Februar um 19:40  

28.01.2020

Es ist ein riesiger Hygieneskandal: mal wieder Gammelfleisch, diesmal von der Firma Wilke in Nordhessen. Nach dem Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren der Firma Wilke werden zahlreiche Menschen krank, drei davon sterben sogar. In den Produkten werden die gefährlichen Listerienkeime nachgewiesen. Die Firma wird am 2. Oktober 2019 geschlossen. Danach kommen häppchenweise Wahrheiten ans Licht, die zeigen, dass es bei Wilke gravierende Hygienemängel gab. Es wird offenkundig, dass nicht nur innerhalb des Unternehmens große Fehler gemacht wurden, sondern der komplette Kontrollmechanismus der Lebensmittelüberwachung nicht funktionierte.Wer trägt nun die Verantwortung? Ist es der Geschäftsführer von Wilke-Wurst, sind es die Behörden? Wie konnte so etwas passieren? Was für Konsequenzen müssen aus dem Skandal gezogen werden, damit das nicht immer wieder passiert?Die beiden „hessenreporter“ Anna Schlieter und Oliver Schmid machen sich auf die Spurensuche. Dabei begegnen sie auch Menschen, die frei- und unfreiwillig in diesen Skandal verwickelt sind und die das Ausmaß immer noch nicht fassen können. Sendetermin im hr-fernsehen, bei den "hessenreporter", ist am 28.01.2020, um 21:45 Uhr.

13.01.2020

Frischer Fisch für jeden Tisch – Onlinehandel mit Karpfen, Zander und Co. Das Fischkaufhaus in Waren rühmt sich, dass jeder frisch gefangene Fisch innerhalb von 24 Stunden beim Kunden ist. Das Onlinegeschäft macht es möglich: Der frisch gefangene Fisch wird als Angebot online vermarktet, der Kunde bestellt, dann wird die Ware versandt. So weit alles kein Problem. Doch das Weihnachtsgeschäft stellt das Fischkaufhaus vor enorme Herausforderungen. Sebastian Paetsch ist Einkäufer und kümmert sich auch ums Onlinegeschäft. Die Feiertage liegen diesmal ungünstig, besonders für den Onlineversand. Doch die Kundinnen und Kunden wollen natürlich Fisch als Festtagsschmaus. Nicht nur Barsch, Zander oder Hecht aus heimischen Gewässern, sondern auch exquisite Spezialitäten wie Seeteufel, Wolfsbarsch oder Kaviar. Am Sonnabend vor dem Fest wartet eine riesige Schlange Kunden vor dem Fischshop in Waren. Und auch online geht eine Bestellung nach der anderen ein. Alle Pakete müssen an diesem Tag noch gepackt und versandt werden, denn am Sonntag holt kein Paketdienst mehr die Ware ab. Das heißt, alle Onlinebestellungen nach 18.00 Uhr können nicht mehr erledigt werden. Und auch zwischen den Jahren wird es noch einmal turbulent: Schließlich wollen viele den traditionellen Silvesterkarpfen essen. Sendetermin Montag 13.01.2020 18:15–18:45 Uhr im NDR Fernsehen.

15.12.2019

Tote Wälder, abgestorbene Bäume: „Wie nach einem Atomkrieg!“, so beschreiben Wanderer im Harz ihre Eindrücke, die sie beim Aufstieg auf den Brocken, gesammelt haben. Das Mittelgebirge im Herzen Deutschlands ist vom Klimawandel besonders hart getroffen. Millionen Fichten sind allein in den vergangenen Monaten dem Waldsterben zum Opfer gefallen. Von der größten Krise des Deutschen Waldes sprechen Fachleute, wie Nationalparkleiter Andreas Pusch. Das jetzige Waldsterben sei viel umfangreicher als der vom sauren Regen verursachte Waldkollaps der 80er Jahre. Weit über 200 000 Hektar, ein Gebiet dreimal so groß wie Hamburg, verteilt im Bundesgebiet, ist jetzt schon von Dürre, Hitze und Borkenkäfer dahingerafft. Wie dieses Sterben gestoppt werden soll, ist zur Zeit nicht klar. Dass es sich wohl um einen nationalen Notstand handelt, zeigen verschiedene Einsätze der Bundeswehr im Kampf gegen den Borkenkäfer. Wie im Osterzgebirge, so sind Kolonnen von Soldaten in den Wäldern mit Schäleisen unterwegs, um die Forstleute im Wettlauf gegen den Schädling zu unterstützen. Dabei sind die Ursachen auch hier von keiner Armee zu bekämpfen: ausbleibender Regen und Stürme haben die Bäume so geschwächt, dass sie dem kleinen Schädling bisweilen schutzlos ausgeliefert sind. Waldbesitzer Jörg von Beyme im südlichen Sachsen-Anhalt sieht sich in einer existenziellen Krise. Nicht nur, dass ein Großteil seines etwa 700 Hektar großen Waldes unter Stürmen und Dürre zusammengebrochen ist. Selbst besonders wehrhaft geltenden Laubbäume, wie Buchen, müssen reihenweise notgefällt werden. Doch wohin damit? „Ich werde mein Holz einfach nicht mehr los. Durch das Überangebot sind die Preise derart im Keller, dass ich kein Einkommen mehr erzielen kann. Wie ich meine Kredite bedienen soll, ist mir zur Zeit ein Rätsel“, sagt der Vater von drei Kindern. Eigentlich hatte er vor, sich und seine Familie langfristig von einem gesunden Wirtschaftswald zu ernähren. Brennholz – darin sieht er mittlerweile die einzige Chance, noch etwas verkaufen zu können. Vielfältig sind die Bemühungen, vom Wald noch zu retten, was zu retten ist. Aus Sorge um den wertvollen Rohstoff lassen viele Waldbesitzer mit Hochdruck Fichten und Buchen fällen. Revierförsterin Anne-Sophie Knop aus dem Soonwald sieht im Anbau von Monokulturen eine der Ursachen für die Krise des Waldes. Viele Forstbetriebe haben jedoch schon vor Jahrzehnten begonnen, Mischwald zu pflanzen. Dort hat die nötige Verjüngung bereits begonnen. Wo alte Fichtenbestände sterben, wächst junger Wald heran. Die Hoffnung ist, dass sich der junge Wald von heute besser an häufigere Dürrejahre anpassen kann. Die Reportage erzählt von Menschen, die dem Waldsterben auf unterschiedlichste Art begegnen und es aufzuhalten versuchen. Zwischen Wiederaufforstung und „Natur, Natur sein lassen“ zeigt der Film Strategien zwischen Hoffnung und Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen.Am 15.12.2019 um 18:00 Uhr in der ZDF.Reportage

18.09.2019

Früher, ohne Kühl- oder Gefrierschrank, war es überlebenswichtig, Nahrungsmittel richtig aufzubewahren und Vorräte gut anzulegen. Die Menschen entwickelten ausgeklügelte Methoden, um auch in Zeiten ohne Ernte genügend Lebensmittel zu haben. Viele der althergebrachten Methoden sind in Vergessenheit geraten. Jetzt aber denken vor allem junge Familien um. Der Trend geht zur Selbstversorgung. Und deswegen sind Einlegen, Einkochen, Räuchern, Säuern oder Trocknen beispielsweise von Obst und Gemüse genau wie der Anbau im eigenen Garten wieder auf der Tagesordnung. Auch die Wissenschaftler haben diesen Trend erkannt. Sie entwickeln neue, bessere Methoden, um Lebensmittel oder Ernteerträge zu konservieren. In Zukunft kann man zum Beispiel die Plasmatechnologie nutzen, um Lebensmittel mit weniger Zusatzstoffen zu haltbar zu machen. Das Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) ist bei dieser Methode Vorreiter und hat schon erste Erfolge erzielt. Der Film aus der Reihe "Wie geht das?" zeigt, wie Lebensmittel haltbar gemacht werden können, vom Weckglas bis zum Plasma. Am 18.09.2019 um 18:15 Uhr im NDR Fernsehen. 

Seiten