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15.12.2019

Tote Wälder, abgestorbene Bäume: „Wie nach einem Atomkrieg!“, so beschreiben Wanderer im Harz ihre Eindrücke, die sie beim Aufstieg auf den Brocken, gesammelt haben. Das Mittelgebirge im Herzen Deutschlands ist vom Klimawandel besonders hart getroffen. Millionen Fichten sind allein in den vergangenen Monaten dem Waldsterben zum Opfer gefallen. Von der größten Krise des Deutschen Waldes sprechen Fachleute, wie Nationalparkleiter Andreas Pusch. Das jetzige Waldsterben sei viel umfangreicher als der vom sauren Regen verursachte Waldkollaps der 80er Jahre. Weit über 200 000 Hektar, ein Gebiet dreimal so groß wie Hamburg, verteilt im Bundesgebiet, ist jetzt schon von Dürre, Hitze und Borkenkäfer dahingerafft. Wie dieses Sterben gestoppt werden soll, ist zur Zeit nicht klar. Dass es sich wohl um einen nationalen Notstand handelt, zeigen verschiedene Einsätze der Bundeswehr im Kampf gegen den Borkenkäfer. Wie im Osterzgebirge, so sind Kolonnen von Soldaten in den Wäldern mit Schäleisen unterwegs, um die Forstleute im Wettlauf gegen den Schädling zu unterstützen. Dabei sind die Ursachen auch hier von keiner Armee zu bekämpfen: ausbleibender Regen und Stürme haben die Bäume so geschwächt, dass sie dem kleinen Schädling bisweilen schutzlos ausgeliefert sind. Waldbesitzer Jörg von Beyme im südlichen Sachsen-Anhalt sieht sich in einer existenziellen Krise. Nicht nur, dass ein Großteil seines etwa 700 Hektar großen Waldes unter Stürmen und Dürre zusammengebrochen ist. Selbst besonders wehrhaft geltenden Laubbäume, wie Buchen, müssen reihenweise notgefällt werden. Doch wohin damit? „Ich werde mein Holz einfach nicht mehr los. Durch das Überangebot sind die Preise derart im Keller, dass ich kein Einkommen mehr erzielen kann. Wie ich meine Kredite bedienen soll, ist mir zur Zeit ein Rätsel“, sagt der Vater von drei Kindern. Eigentlich hatte er vor, sich und seine Familie langfristig von einem gesunden Wirtschaftswald zu ernähren. Brennholz – darin sieht er mittlerweile die einzige Chance, noch etwas verkaufen zu können. Vielfältig sind die Bemühungen, vom Wald noch zu retten, was zu retten ist. Aus Sorge um den wertvollen Rohstoff lassen viele Waldbesitzer mit Hochdruck Fichten und Buchen fällen. Revierförsterin Anne-Sophie Knop aus dem Soonwald sieht im Anbau von Monokulturen eine der Ursachen für die Krise des Waldes. Viele Forstbetriebe haben jedoch schon vor Jahrzehnten begonnen, Mischwald zu pflanzen. Dort hat die nötige Verjüngung bereits begonnen. Wo alte Fichtenbestände sterben, wächst junger Wald heran. Die Hoffnung ist, dass sich der junge Wald von heute besser an häufigere Dürrejahre anpassen kann. Die Reportage erzählt von Menschen, die dem Waldsterben auf unterschiedlichste Art begegnen und es aufzuhalten versuchen. Zwischen Wiederaufforstung und „Natur, Natur sein lassen“ zeigt der Film Strategien zwischen Hoffnung und Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen.Am 15.12.2019 um 18:00 Uhr in der ZDF.Reportage

18.09.2019

Früher, ohne Kühl- oder Gefrierschrank, war es überlebenswichtig, Nahrungsmittel richtig aufzubewahren und Vorräte gut anzulegen. Die Menschen entwickelten ausgeklügelte Methoden, um auch in Zeiten ohne Ernte genügend Lebensmittel zu haben. Viele der althergebrachten Methoden sind in Vergessenheit geraten. Jetzt aber denken vor allem junge Familien um. Der Trend geht zur Selbstversorgung. Und deswegen sind Einlegen, Einkochen, Räuchern, Säuern oder Trocknen beispielsweise von Obst und Gemüse genau wie der Anbau im eigenen Garten wieder auf der Tagesordnung. Auch die Wissenschaftler haben diesen Trend erkannt. Sie entwickeln neue, bessere Methoden, um Lebensmittel oder Ernteerträge zu konservieren. In Zukunft kann man zum Beispiel die Plasmatechnologie nutzen, um Lebensmittel mit weniger Zusatzstoffen zu haltbar zu machen. Das Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) ist bei dieser Methode Vorreiter und hat schon erste Erfolge erzielt. Der Film aus der Reihe "Wie geht das?" zeigt, wie Lebensmittel haltbar gemacht werden können, vom Weckglas bis zum Plasma. Am 18.09.2019 um 18:15 Uhr im NDR Fernsehen. 

14.07.2019

Beim Wolf ist die Nation leidenschaftlich gespalten. Zwar begrüßt eine Mehrheit der Deutschen die Rückkehr des Wolfes. Doch dort, wo er neu auftaucht, herrscht mitunter blanke Angst. Zu sehen ist diese spannende Reportage im ZDF, am 14.07.2019, von 18:00 - 18:30 Uhr. "Wir sind kein Wolfsfutter", steht auf Plakaten bei einem Mahnfeuer im niedersächsischen Rodewald, wo sich mehr als 100 Wolfsgegner zum Protest verabredet haben. Viele hier sagen, dass die Situation völlig außer Kontrolle geraten sei. Mehr als 1000 Tiere sollen mittlerweile durch Deutschland streifen. Über 5000 Risse an Nutztieren wie Schafen, Ziegen und Ponys zählt die Statistik in den vergangenen zehn Jahren. Und das sind nur die, für die der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. "Ich gehe nur noch mit Pfefferspray aus dem Haus." Solche Sätze hört man häufig in Regionen, in denen sich der Wolf angesiedelt hat. Im brandenburgischen Ziesar berichtet Ulrike H., dass die Wölfe gar auf dem Friedhof waren. Sie hätten dort einen Wassertrog für Gießkannen als Tränke genutzt. Vasilio H. aus Winsen an der Aller schildert eine unheimliche Begegnung mit dem Wolf frühmorgens mitten im Stadtzentrum. "Schießen", meint ein Schafzüchter von der Nordseeküste auf die Frage, wie man dem wilden Tier begegnen sollte. "Der Wolf gehört hier nicht her, er war noch nie hier, seit neun Generationen züchtet meine Familie Schafe, ich bin der Erste, der mit dem Wolf leben soll." Er will, dass das Land hinterm Deich zur wolfsfreien Zone wird. "Das ist alles Augenwischerei", sagt Jens Matzen, der als sogenannter Wolfsmanager vom Umweltministerium beauftragt ist, zwischen Tierhaltern und Wolf zu vermitteln. "Mit der Forderung nach wolfsfreien Zonen gaukelt man sich Sicherheiten vor, die gar nicht vorhanden sind. Meine tiefste Überzeugung ist, es hilft nur ein guter Zaun." Tatsächlich ist der behördlich genehmigte Abschuss von zwei sogenannten "Problemwölfen", die zu häufig hohe Zäune überwunden haben, über Monate hinweg nicht gelungen. Das zeigt, wie schwer es ist, die Tiere in ihren großen Revieren überhaupt aufzuspüren. In den 20 Jahren seit der Rückkehr des Wolfes hat es noch keinen nachgewiesenen Angriff auf Menschen gegeben. Doch die Angst scheint stärker zu sein als der nüchterne Blick auf die gegenwärtige Lage. Die Reportage erkundet an verschiedenen Orten zwischen Nordseeküste und Südbrandenburg, wie Menschen den Wolf wahrnehmen. Wie soll man mit dem wilden Tier umgehen? 

17.06.2019

Wenn in diesem Jahr zu Pfingsten das Wetter mitspielt, dürfte es auf Deutschlands größter Insel, Rügen, wieder so richtig voll werden. Denn alle wollen an die Ostsee, Strand und Sonne genießen.Doch während die einen Urlaub machen, haben die anderen, sprich die Einheimischen, viel zu tun: Betten müssen gemacht, Schiffe ins Wasser gehievt und liegen gebliebene Autos abgeschleppt werden. Und wenn Letzteres dann auch noch auf der B 96, der Verkehrsader Insel, passiert, führt das schnell mal zum Stau. Zum Glück gibt es die "Gelben Engel", die Mitarbeitenden beim ADAC stellen sich am Pfingstwochenende auf Extraschichten ein. Parkende Autos sind jedes Jahr das Problem in Ostseebad Binz. Die berühmte "Berliner zweite Reihe" wird dann zum Ärgernis der Politessen. Doch die greifen durch und gehen stets zu zweit auf Tour.Am 17. Juni könnt ihr, um 18:15 Uhr in der NDR Nordreportage, den Film sehen. 

11.06.2019

Glücklich laufen drei kleine Ferkel über die Wiese, halten inne und weiter geht es im Galopp. Das war nicht immer so, aber die Schweine konnten aus einem umgekippten Viehtransporter flüchten, der auf dem Weg zu einer Mastanlage war. Jürgen Foß und seine Frau Tanja Günther entdeckten die Ferkel im Wald. Jetzt heißen sie Knut, Felix und Helge und laufen glücklich im Lebenshof "Land der Tiere" zwischen Schafen, Hühnern, Kaninchen und anderen Schweinen umher. Daneben leben noch zahlreiche andere Tiere wie Schildkröten, Katzen und Hunde auf dem Gelände. Im Land der Tiere ackern die beiden Begründer gemeinsam mit anderen Unterstützern. Der Hof ist über 13 Hektar groß, ein Fulltimejob! Am Dienstag den 11.Juni läuft der Film um 18:15 Uhr unser neuer Film im NDR.

14.05.2019

Hornissen bekommt man nur selten zu Gesicht. Denn anders als ihre verwandte Art, die Wespen, interessieren sich die großen Gelb-Schwarz gestreiften Insekten nicht für Kuchen oder Limonade auf dem Gartentisch. Als "Flugbenzin" nehmen sie lieber Baumsaft. Um ihren Nachwuchs zu versorgen, machen sie Jagd auf andere Insekten. Der Mensch ist ihnen ziemlich egal. Trotzdem haben Hornissen immer noch einen schlechten Ruf. Völlig zu Unrecht, findet Diethard Hoffmann. Es ist Blödsinn, dass drei Hornissenstiche ein Pferd umbringen können, wie viele denken. Trotzdem müssen hin und wieder Hornissennester umgesiedelt werden. Diethard Hoffmann ist seit fast zehn Jahren als "Umzugshelfer" für Hornissen im Einsatz. Er fängt sie mit einem Kescher oder mit einem extra umgebauten Staubsauger ein. In seinem Garten finden die Hornissenvölker eine neue Heimat. In eines ihrer Ausweichquartiere kann der Hornissen-Fachmann jetzt sogar hineinsehen, dank einer eingebauten Kamera. Seine Einsätze führen Diethard Hoffmann den ganzen Sommer über quer durch Mecklenburg-Vorpommern zu Menschen, die die Hornissen fürchten, aber auch zu denen, die sogar ein wenig stolz sind auf "ihr" Hornissennest. Dienstag, 14. Mai 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr im NDR

17.04.2019

Wir drehten für das MDR Thüringen Journal einen Beitrag über den Oldtimer- Sensationsfund des Jahres 2018. Marek Schramm aus Ilmenau kaufte 2017 einen verbastelten BMW, der Verkäufer sagte ihm, es sei ein spezieller Umbau eines 351- Modells. Erst nach 6-monatigen Recherchen fand er heraus, was für ein riesiger Schatz in seiner Garage steht, nämlich der einzige BMW Rennwagen mit Kompressor- Antrieb. Er wurde damals BMW KR6 genannt. Wen das neugierig gemacht hat: am 17.04.2019 um 19 Uhr gibt's im MDR "Thüringen Journal". 

02.04.2019

Hinter jedem Foto steckt ein Missbrauch. Millionenfach sind kinderpornografische Bilder und Videos im Internet zu finden. Die Zahl der Ermittler, die die Täter jagen, ist klein. Die vier Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Rostock schauen sich auf ihren Monitoren oft unerträgliche Bilder an. Ihre Abteilung ist klein, ihr Aufgabengebiet, die Kinderpornografie, unheimlich groß. Wir haben die Ermittler der Polizei mit der Kamera begleitet und einen exklusiven Einblick in die Arbeit dieser Einheit bekommen. Die Kinderpornografie ist zu einem Massenphänomen im Verborgenen des Internets geworden. Um die Opfer zu retten und die Täter zu fassen, sind die Rostocker Polizisten jeden Tag im Einsatz. Heute Abend um 19:30 Uhr im NDR Nordmagazin.  

20.03.2019

Es ist der Horror schlechthin: Man kommt nach Hause, die Wohnungstür steht offen, sämtliche Schubfächer in den Schränken im Wohnzimmer sind herausgezogen, alles liegt kreuz und quer auf dem Boden verteilt. Hier waren Einbrecher am Werk. Mehr als 1.000 Mal ist das allein im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern passiert. Doch wie kann man sich davor schützen? Wer kann Hilfe geben? Einer, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Einbrüchen vorzubeugen, ist Kriminalhauptkommissar Karsten Block. "Wir stellen Rezepte aus, um die Menschen gegen Einbrüche zu wappnen", sagt er. Wenn er gerufen wird, schaut er mit den Augen eines Einbrechers, untersucht Wohnungen und Eigenheime auf Sicherheitslücken. Schwachstellen sind meistens Türen und Fensterverriegelungen, aber auch Keller sowie Durchgänge zwischen Garage und Haus. Karsten Block gibt Tipps zum Nachrüsten von Sicherheitssystemen. Besonders in der dunklen Jahreszeit zwischen November und März haben die Einbrecher Hochkonjunktur. Ihre Zeit: zwischen 15 und 20 Uhr, wenn die Bewohner arbeiten und einkaufen sind. Doch was ist eigentlich, wenn man einen Einbrecher auf frischer Tat ertappt? Auch dafür hat Karsten Block einen Rat parat. Wie geht das? Am 20.03 um 18:15 Uhr im NDR Fernsehen. 

03.03.2019

Wir haben gerade unsere neue Zeitreise über die Königin der Kaufhalle, mit dem schönen Namen "8.März", abgedreht. Zu sehen ist sie am 03.März um 19:30 Uhr im NDR Nordmagazin.Fast jeder Stralsunder und Einwohner von„Knieper West“ kennt die "8.März". In Stralsund vor 55 Jahren wurde hier mit dem Bau von fast 7.000 Wohneinheiten begonnen – aus dem Nichts, auf der grünen Wiese. Doch die Menschen konnten aber nirgends einkaufen gehen. So musste man sich auf den mühsamen Weg in die Innenstadt von Stralsund machen, um die nötigsten Einkäufe zu erledigen. Diesen Missstand, die fehlende Infrastruktur sollte behoben werden – und das mit einem Superlativ.Am 8. März 1969, vor einem halben Jahrhundert, wurde die Kaufhalle „8. März“ am Internationalen Frauentag eröffnet. Ein wahrer Einkaufstempel für damalige Verhältnisse. Die Kaufhalle war in ihren Ausmaßen und mit ihrem Angebot damals die Größte der drei Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Bis zu dieser Zeit war es der DDR-Bürger gewohnt, seine Einkäufe in einzelnen Läden einzuholen - Fleischer, Bäcker oder im Delikatessenladen. In der Kaufhalle gab es nun alles aus einer Hand. Getränke, Nahrungsmittel und selbst Putzmittel und andere nützliche Utensilien wurden angeboten. Aus dem ganzen Umland kamen die Menschen, um das Gefühl des neuen „Einkaufens“ selbst zu erleben. Die Kaufhalle war im Norden so bekannt, dass es selbst eigene Postkarten von dem modernen Bau gab.Heute steht sie immer noch – die Kaufhalle „8.März“, inzwischen saniert und modern

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